6. August 2026
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Im Talk mit Axel Schulz

Durch seinen Kamp gegen Boxlegende George Foreman erlangte Axel Schulz einen hohen Bekanntheitsgrad. Heute ist er weiterhin als Box-Experte präsent und arbeitet als erfolgreicher Unternehmer in der Lebensmittelbranche.
Wir sprachen mit dem optimistischen Frankfurter (Oder) über Erfolge,
Niederlagen und Zukunftsaussichten.

Hallo Axel, es ist kein Geheimnis, dass Du im Laufe Deiner Boxkarriere viele Niederlagen einstecken musstest. Trotzdem bist Du für Deinen Optimismus bekannt. Warst Du schon immer so oder haben Dich die Erlebnisse zu dem gemacht, was Du heute bist?
Tiefschläge gehören im Leistungssport dazu. Ich habe das immer sportlich gesehen und ich habe immer versucht im Training 100 Prozent zu erreichen. Das hat meistens geklappt. Dementsprechend konnte ich mir nichts vorwerfen. Der Andere war manchmal halt besser.

Wie hat sich der Boxsport aus Deiner Sicht im Laufe der Zeit verändert?
Der Boxsport hat sich nicht viel verändert. Das ist ja ein Gewichtsklassensport. Im Schwergewicht sind die Jungs um die 100 bis 105 Kilo bei 1,90 Meter Körpergröße, wie Mohamed Ali. Das Schwergewicht hat sich verändert: Heute sind die Kämpfer 2 Meter groß und wiegen 110 Kilo. Aber genauso muss man heute wie früher hart trainieren.

Welcher Moment in Deiner Karriere war für Dich absolut prägend?
Sicherlich meine erste Weltmeisterschaft gegen George Foreman. Ohne diesen Kampf wäre ich nie dahin gekommen, wo ich heute stehe.

Welche Ziele hast Du für Deine Zukunft?
Ich habe ja seit elf Jahren eine Firma im Lebensmittelbereich und da möchte ich ähnlich erfolgreich sein wie beim Boxen.

Du engagierst Dich sozial. Zum Beispiel gibst Du Straßenkindern eine Perspektive und warst auch im Dezember beim UNICEF-Talk in Timmendorfer Strand. Erzählst Du uns mehr darüber?
Es fing so an, dass ich während und nach meiner Karriere 1999 viel auf Charity-Events eingeladen wurde. Durch die Kontakte und meinen Bekanntheitsgrad kann ich mich ehrenamtlich engagieren. Beispielswiese als Botschafter im Kinderhospiz in Leipzig. Auch mit unserem Golfverein zusammen – die Partisanen. Als ehemalige Leistungssportler können wir am Ende des Jahres etwa 30.000 Euro zusammenbekommen.

Was hat Dich zum Rückzug aus dem aktiven Boxport veranlasst?
Einfach das Alter und viele Verletzungen. Du gehst ja im Leistungssport auch immer über deine Grenzen hinaus. Ich habe aber sehr gerne trainiert und habe immer versucht mein Bestes zu geben

Aber sportlich aktiv bist Du schon noch, oder?
Ich gehe Golfen und bin im Fitnessstudio angemeldet – so wie jeder das auch machen sollte. Wenn es nicht anders geht, mache ich auch zuhause Liegestütze und so weiter.

Was schmeißt Du Dir am liebsten auf den Grill?
Bei Tofu bin ich ganz raus. Bei mir kommen Buletten, Würste ober eben halt auch Steaks auf den Grill. Es ist immer unterschiedlich. So wie ich Lust habe. Ich bin da nicht so festgefahren.

Du bist als Unternehmer mit Deiner Genussmarke „Axel´s “ erfolgreich, wobei es sich rund um das Thema Grillen dreht. Kannst Du Parallelen zwischen dem Boxen und der Tätigkeit als Unternehmer ziehen?
Ja, du musst dranbleiben du musst versuchen dich durchzusetzen. Am Ende entscheidet der Käufer, ob etwas gut ist. Es ist nicht so einfach wie man denkt. Viele ehemalige Sportler haben das versucht. Aber du musst hart sein und gute Produkte vermarkten. Ich versuche mit zu entwickeln und zu testen und dann gehe ich erst an den Start.

Gibt es eine Person, die Du als Deinen Mentor bezeichnen würdest?
Ne, ich habe immer versucht mir Positives von vielen Leuten abzugucken. Es hat aber nicht immer geklappt. Wenn du jemanden nacheiferst, ist das nicht ganz so günstig.

Was gibst Du Deinen zwei Töchtern mit auf dem Weg?
Ich habe versucht meine Töchter dahin zu motivierten, Sport zu machen. Dadurch lernen sie Regeln, sich unterzuordnen, sich durchzusetzen und entwickeln Teamgeist.

Wir bedanken uns für den netten Talk und wünschen alles Gute für die Zukunft!

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