Als eine feste Größe im Musikbusiness blickt er in seinen Memoiren „Mit alten Männern spiel´ ich nicht“ auf die letzten 50 Jahre zurück. Dabei geht es nicht nur um seine Zeit als Schlagzeuger für Peter Maffay und als Mitglied bei Udo Lindenberg´s Panikorchester, sondern auch um erzählenswerte Anekdoten mit weiteren Stars wie Joe Cocker, Bruce Springsteen oder Eric Burden. Uns gab der charismatische Drumsetter einen kleinen Einblick in seine Biografie und verriet uns, was auch sonst so im Hause Engel abgeht…
Hallo Bertram, ereignisreiche fünf Jahrzehnte nimmst Du aktuell zum Anlass, um mit Deiner ersten Solotour durchzustarten. Worum geht es?
Es geht einmal um mein gerade veröffentlichtes Buch „Mit alten Männern spiel ich nicht“, welches in kurzer Zeit zum Spiegel Bestseller wurde, und um die Songs, welche ich in den letzten 40 Jahren für Peter Maffay und andere komponiert habe. Ich werde die spannendsten Kapitel aus dem Buch lesen und die Songs auf dem Piano mit Unterstützung meines jungen Kollegen Benny Young (Gitarre, Gesang) vortragen.
Verrätst Du uns die Ursprungsidee für Dein Buch?
Die Ursprungsidee kam von meiner Frau Petra die mich immer mal wieder gefragt hat, ob ich meine Geschichten, die ich immer so erzählt habe im Tourbus und an Hotelbars, nicht mal der breiten Öffentlichkeit zugänglich machen wollte. Sie brachte mich mit dem Musikjournalisten Tom Schäfer zusammen, welchem ich dann meine Stories in langen Zoomcalls erzählt habe – seit 2020. Vier lange Jahre haben wir letztendlich gebraucht, um es fertigzustellen
In Interviews erwähnst Du auch häufig Deine Frau. Was bedeutet sie für Dich mit Blick auf Dein Business?
Ohne meine Frau hätte ich dieses Buch nie geschrieben und würde auch nicht jetzt damit auf Tour gehen. So einfach ist das. Sie spornt mich immer wieder an interessante Dinge anzugehen und neue Perspektiven zu haben.
Du beleuchtest auch die Schattenseiten der Musik in Deinen Memoiren. Was hat sich negativ im Musikbusiness verändert?
Schattenseiten hat es im Musikgeschäft immer gegeben. Das negative an der heutigen Zeit ist zum Beispiel KI, mit welcher plötzlich „Kunst“ geschaffen wird und man gar nicht mehr weiß, was vom Künstler selber stammt oder im Computer generiert wurde. Davon halte ich gar nichts. Die Kunst sollte immer noch ausschließlich vom Menschen gemacht werden.
Hinter dem Buchtitel steckt die Idee, sich im Kopf frisch und jung zu halten. Wie gelingt Dir das?
Wie schon gesagt: Meine Frau ist meine stärkste Kraft hinter meinem Talent. Sie und die Musik selbst halten mich jung.
Wo siehst Du Dich in zehn Jahren?
In Italien – dort möchten wir gerne den Rest unseres Lebens verbringen. Das ist privat. Künstlerisch möchte ich gern noch einmal gern in einem großen internationalen Act trommeln und weiter an meiner Solokarriere arbeiten, sowie vielleicht ein zweites Buch schreiben.
Mit 17 wurde dein Weg ins Musikbusiness geebnet. Kannst Du uns kurz schildern, wie Dein Start war?
Mein Bruder Thomas machte mich bekannt mit Steffi Stephan, dem Bassisten des Panikorchesters. Der erkannte mein Talent und schlug mich Udo Lindenberg vor, dessen Drummer die Band gerade verlassen hatte. Das war 1976!
Am 11. Dezember gibst Du bei der Benefiz-Talkshow „Unterhaltung am Meer“ im Resort Strandgrün Timmendorfer Strand gemeinsam mit einem Piano einen kurzen Einblick in Dein Buch. Was erwartet die Gäste?
Auf jeden Fall gute Unterhaltung mit tollen Songs und spannenden Geschichten.
Weihnachten steht vor der Tür – wie wird im Hause Engel gefeiert?
Wir feiern zusammen mit meiner Stieftochter Nina und ihrem Freund Robert in München.
Wir bedanken uns für den netten Talk und wünsche eine besinnliche Weihnachtszeit!