Das raue Wetter der nun langsam weichenden dunklen Jahreszeit setzte auch dem Strand in Kellenhusen zu. Die Ostsee holte sich in den vergangenen Monaten bei stärkeren Windlagen aus Nordost wieder einiges an Sand.
Maßnahmen, wie sie in den vergangenen Jahren üblich waren, helfen nun nicht mehr oder werden nicht genehmigt. Daher haben sich die Kurverwaltung und der Landesbetrieb für Küstenschutz etwas Neues überlegt. An einem besonders gefährdeten Strandabschnitt zwischen Seebrücke und Surfschule wurde erstmals eine Art Querbuhne gesetzt. Dabei handelt es sich um eine Versuchsanlage. Sie soll den Sandverlusten Einhalt gebieten, indem das Wasser beim Zurücklaufen abgebremst wird und sich Sand ablagert. Es ist zwar ein natürlicher Prozess, dass Sand weggespült wird, berührt aber die Lebensgrundlage Kellenhusens. Daher wurde auf einer Länge von 100 Metern parallel zum Spülsaum eine Pfostenreihe gesetzt. Die Eichenspaltpfähle sollen bei höheren Wasserständen das Wegspülen des wertvollen Sandes in die Ostsee verhindern und vor allem zu Sandablagerungen führen. Ob es funktioniert, weiß man erst, wenn die Querbuhne eine Bewährungsprobe überstanden hat. Es entwickelt sich aber positiv.
Die Mieter von Strandkörben und Badegäste werden um Verständnis für diese Maßnahme gebeten. Der besonders Hochwasser gefährdete Bereich um den benachbarten Springbrunnen an der Promenade ist gleich mit geschützt worden. Hier wurde eine doppelte Pfostenreihe von 30 Metern Länge gesetzt, die nach und nach mit Treibsel, Sand und Seegras aufgefüllt wird. So soll die dahinter liegende künstliche Düne befestigt werden. Hoffen wir, der Schutz gelingt.
© Fotos: Tourismus-Service Ostseebad Kellenhusen