Ab 1. Mai können Berufspendler in Schleswig-Holstein mit dem Jobticket günstiger zur Arbeit fahren. Aber noch kann niemand es nutzen. Die Grundidee sieht so aus, dass Angestellte und Beamte das Nah-SH-Jobticket nutzen können, deren Arbeitgeber einen dementsprechenden Rahmenvertrag abgeschlossen haben. Auch Arbeitskräfte auf 450-Euro-Basis können davon profitieren. Pro Unternehmen sind fünf Arbeitnehmer nötig. Gültig soll das Ticket zwischen dem Wohn- und Arbeitsort sein und für den angeschlossenen Stadtverkehr.
Interesse haben inzwischen viele Firmen gezeigt. Bisher haben nach Auskunft des Kieler Verkehrsministeriums mehr als 60 Arbeitgeber Kontakt aufgenommen und ihr „hohes Interesse am Abschluss eines Rahmenvertrages“ für ihre Mitarbeiter bekundet. Die Firma Dräger als einer der größten Arbeitgeber ist dabei. „Dräger nimmt am Jobticket teil. Es sind zwischen 80 und 100 Beschäftigte am Standort Lübeck, die von dem Mengenrabatt profitieren“, sagt Dräger-Sprecherin Melanie Kamann. „Eine genauere Zahl haben wir nicht, da der Vertrag direkt mit der Deutschen Bahn geschlossen wird“, fügt sie hinzu.
Zwei Rabattstufen sind vorgesehen. Bei einem Arbeitgeberzuschuss von 15 Euro pro Monat wird ein Rabatt von 10 Euro gewährt, wodurch der Arbeitnehmer im Monat insgesamt 25 Euro spart. Bei einem Arbeitgeberzuschuss von 30 Euro, können sogar 50 Euro monatlich gespart werden. Das Thema Jobticket sei bei der Hansestadt Lübeck derzeit „mit hoher Priorität in Bearbeitung“, erklärt Stadtsprecherin Nicole Dorel.
„Mir war und ist es wichtig, den Nahverkehr attraktiver zu machen, auch mit neuen Ticketangeboten“, sagt Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP). Für die Arbeitgeber biete das neue Ticket die große Chance, deutlich attraktiver zu werden und zugleich die Umweltbilanz zu verbessern – „und es stärkt die Mitarbeiterbindung“, sagt Buchholz. „Die Starthilfe des Landes ist klug investiertes Geld.“
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