Endlich wieder offen – die Zoos und Tierparks der Region. Und das genau zur rechten Zeit, denn jetzt haben viele Tiere Nachwuchs bekommen und ein Ausflug in Zoos und Co. lohnt doppelt. Man kann sich vorstellen, dass auch so manche der tierischen Bewohner sich auf Gäste freuen, weil endlich wieder Leben vors Gehege kommt.
Jede Menge Platz – ab an die frische Luft
Löwen, Affen, Ziegen und exotische Vögel sind in der Region wieder hautnah zu entdecken. Der Grömitzer Zoo Arche Noah und der Vogelpark Niendorf freuen sich auf viele kleine und große Besucher. Die beiden Parks konnten sich zu Beginn der Öffnungen vor Anrufen kaum retten. Immer wieder wurde nachgefragt, ob die Anlagen denn auch offen seien. Natürlich unter strengen Hygieneregeln ist ein Besuch wieder möglich. „Wir werden erst einmal eine Maskenpflicht haben“, sagt Ingo Wilhelm vom Grömitzer Zoo. Das sei zwar nicht vorgeschrieben, aber man wolle ein Hin und Her vermeiden. Auf den Mund-Nasen-Schutz sowie auf das Abstand halten werde man auch über Lautsprecher hinweisen. An der Kasse werden die Kontaktdaten aller Besucher erfasst, Ein- und Ausgang sind getrennt. Sechs Desinfektionsmittel-Spender hat Ehefrau Birgit angeschafft, sie will viele vorläufige, selbst laminierte Hinweisschilder noch professionell anfertigen lassen. Noch nicht möglich seien die beliebten Schaufütterungen, erklärt Birgit Wilhelm. Dort drängeln sich immer viele Besucher auf einmal.
Jede Menge Platz bietet der Grömitzer Zoo. Denn er verfügt auch über mehrere Freigehege, in denen die Besucher den Tieren ganz nah sein können. In den begehbaren, großzügigen Freianlagen können Sie Tiere mit allen Sinnen erleben. Spielerisch können Kinder Alpakas, Emus, Lamas, Nandus, Kamerunschafe und Ziegen in ihrem Lebensraum beobachten. Auch Bennetkängurus sind immer neugierig, wer denn vorbeischaut. Sie leben gleich gegenüber der Löwen und ihren beiden Töchtern „Ayjala“ und Amary“. Die beiden sind ganz schön gewachsen: „Ich schätze sie auf 25 Kilogramm“, sagt Birgit Wilhelm. Aber süß sind sie immer noch. Man achte immer darauf, dass die Namen der Kinder zu denen der Mütter passe, erklärt Birgit Wilhelm. So heiße die Mutter „Ayla“. Vater „Arslan“ kümmere sich liebevoll um seine Töchter. „Ich denke, wir werden sie hier lassen“, sagt Birgit Wilhelm. Die Anlage sei ausreichend groß für vier Löwen. Raubkatzen darf man nicht reizen: Nur gucken, nicht anfassen! Neben der Löwenfamilie sind Europäische Luchse und schwarze Leoparden zu beobachten. Auch quirlige Nasenbären, zahme Ziegen und neugierige Affen freuen sich auf viele Besucher. Die neue Schimpansenanlage bietet den Tieren viel Platz und viele Möglichkeiten zum Toben und Spielen. Schauen Sie sich auch mal die kleineren Verwandten, die Makis und Lisztaffen an.
Weitere Infos unter www.zoo-arche-noah.de
Auch der Niendorfer Vogelpark hat seine Tore täglich für Gäste wieder geöffnet. Er liegt gar nicht weit vom Niendorfer Hafen entfernt, wo man sich bei der Gelegenheit gleich mit einem Fischbrötchen vor dem Besuch stärken kann. Der Vogelpark in Niendorf bietet auf einer Fläche von 70.000 qm mehr als 1.000 Vögel und 250 verschiedene Arten. Neben Greifvögeln, Flamingos, Kondoren, Kranichen und Reihern, fühlen sich auch besonders Eulen, Ibisse und Tukane dort wohl. Tipp: Es lohnt eine der Führungen – sobald dies wieder möglich ist – mitzumachen, die auf Wunsch auch in Englisch für Erwachsene und Kinder unterschiedlicher Jahrgänge von Jugendlichen bis zu den Lütten im Kindergartenalter angeboten werden. Die Führungen dauern etwa 90 Minuten. Gern können Sie auch besondere Wünsche nennen, etwa etwas über Vögel der verschiedenen Kontinente zu erfahren. Wenn die Tage länger werden, weiten sich die Öffnungszeiten aus. Eine Maskenpflicht gebe es zwar nicht, sagt der Parkchef Klaus Langfeldt. Aber es wäre durchaus wünschenswert, sie doch zu tragen. Darauf weise auch ein Schild hin. Freuen Sie sich auf einen spannenden Tag im Vogelpark in Niendorf.
Alles Weitere finden Sie unter www.vogelpark-niendorf.de.
Wilde Tiere beobachten
Tiere hautnah beobachten – das geht auch im Wildpark Malente. Beinah wie in freier Natur tummeln sich nur ein paar Schritte vom Zentrum Malentes entfernt im wunderschönen Wildpark Wildschweine, Dam- und Rotwild. Auf über 12 Hektar Wald und Wiesen leben die Tiere im naturbelassenen Wildgehege, das durchgehend für Sie geöffnet hat. Viele Vogelarten, Eichhörnchen, Laubfrösche und Waldmäuse sind in ihrem Element zu erleben. Ganz ehrenamtlich kümmert sich der Verein „Förderverein Dorf und Natur in der Gemeinde Malente e.V.“ um die Erhaltung und plant neue Projekte. Tipp: Verpassen Sie nicht den fast 90 Meter hohen Holzberg, der an der Landstraße zwischen Neversfelde und Malente liegt. Seit 2020 steht dort ein 32 Meter hoher Aussichtsturm mit verschiedenen Plattformen auf seiner Kuppe. Die elegante Stahlkonstruktion ermöglicht fantastische, weite Blicke über die Kulturlandschaft der Holsteinischen Schweiz. Dabei vermitteln Schautafeln Kenntnisse über das Leben der Bäume von den Wurzeln bis zur Krone. Alles Weitere finden Sie unter www.wildpark-malente.de.
Auch immer einen Ausflug wert ist der Naturpark Holsteinische Schweiz, in dem besondere Veranstaltungen angeboten werden. Er hat eine Größe von 75.000 Hektar und liegt im östlichen Hügelland. Die Eiszeit prägte diese Landschaft mit zahlreichen Seen, Flüssen, sanften Hügeln, Tälern und lichten Laubwäldern. Wie wär’s mit einer Wildkräutersammlung oder einem Froschkonzert? Zu erleben sind Rotbauchunken beim Paarungsruf. Im Frühling steht eine reiche Auswahl an Frühjahrskräutern bereit. Aus Löwenzahn und Giersch lassen sich leckere Salate zaubern, die es in sich haben und durchaus als Superfood bezeichnet werden können. Wer den Steinkauz live erleben möchte, hat auch im Naturpark dazu die Gelegenheit. Sie sind im östlichen Hügelland äußerst selten.
Informieren Sie sich über die genauen Angebote und die aktuellen Coronabeschränkungen unter www.naturpark-holsteinische-schweiz.de.
Tipps für die ganze Familie: Das Schwarzwildgehege in Kellenhusen lädt zu einem Spaziergang mit kleinen und großen Naturfans ein. Direkt im Wald kann man Wildschweine hautnah entdecken. Infotafeln geben Auskunft über Herkunft, Haltung und Aufzucht. Weiteres unter www.kellenhusen.de. Der Esel- und Landspielhof Nessendorf liegt ebenfalls in der Holsteinischen Schweiz in der Nähe der Hochwachter Bucht. In den begehbaren Gehegen dürfen Esel gestreichelt und gestriegelt werden. Tierische Aussichten also für erlebnisreiche Oster- und Frühlingsausflüge!
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