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Interview – Im Gespräch mit Johannes Oerding!

© Foto: Olaf Heine

Die Karriere des Wahlhamburgers begann 2009, als er für mehrere Bands im Vorprogramm auftrat. Es folgte eine ausverkaufte Solo-Tour sowie sein erstes Soloalbum mit dem Titel „Erste Wahl“. Danach ging es steil bergauf und mit Liedtexten wie „An guten Tagen“ singt er sich in die Herzen der Fans. Uns verriet der 38-jährige Sänger und Songwriter unter anderem was ihn inspiriert und warum er im Sommer Timmendorfer Strand besucht. Aber das Wichtigste zuerst…

Hallo! Aufgrund der aktuellen Situation werden die ursprünglich für
April und Mai 2020 vorgesehenen Termine Deiner Konturen Live Tournee verlegt…

Ihr könnt Euch sicher vorstellen, wie groß unsere Enttäuschung war, die Konturen Tour nicht wie geplant zu Ende spielen zu können. Da die Umstände jedoch außerhalb unserer Macht stehen und Gesundheit das wichtigste Gut ist, müssen wir damit umgehen. Die gute Nachricht: Wir holen diese Abende einfach nach! Die Fans erwartet ein frisches Programm, jede Menge neue Songs vom aktuellen Album „Konturen“ aber natürlich auch die alten Lieblingslieder wie „Alles brennt“, „Kreise“ und „Hundert Leben“. Manchen Song auch in einem neuen Klanggewand, damit es nicht langweilig wird. Ich kann mir auch vorstellen, dass mich der ein oder andere Gast auf der Bühne besucht. Da hab ich ja im letzten Jahr so einige neue Künstler-Freundschaften geschlossen.

Du sagtest einmal: Dein roter Faden ist nicht rot sondern bunt.
Kannst du uns das näher erläutern?
Meine Alben folgen keinem thematischen oder soundlichem Konzept.
Ich behandel jede Geschichte, die ich aufschreibe für sich und mache mich dann auf die Suche nach dem passenden Drumherum. Das Ergebnis sind meistens 12 völlig unterschiedliche Songs auf einem Album. Natürlich lässt sich alles unter dem Oberbegriff „Popmusik“ fassen, aber es sind Einflüsse aus vielen verschiedenen Genres hörbar. Das liegt daran, dass ich musikalisch sehr breit sozialisiert bin. Ich mag Soul, ich mag Hiphop, ich mag Rock und auch elektronische Einflüsse.

Meinst Du, dass es ein Muss ist, sich anderen Genres zu öffnen,
um in der Musik erfolgreich zu bleiben?
Ich finde nicht, dass es ein MUSS ist. Das sollte jeder für sich selbst entscheiden. Das ist ja die Freiheit der Kunst. Ich kann nur für mich sagen, dass mich eine gewisse „offene Haltung“ gegenüber anderen Stilen immer eher beflügelt und befruchtet hat. Es muss einfach glaubwürdig sein und der Spaß muss spürbar bleiben, dann springt der Funke auch auf das
Publikum rüber. Man kann einfach unheimlich viel von anderen Musikern lernen. Und das hört auch nie auf.

Welchen Star bewunderst Du?
Die Liste ist lang! Wie gesagt, viele Kolleginnen und Kollegen inspirieren mich. Am meisten beeindruckt mich aber nicht die Kunst an sich, sondern der Werdegang, die Karriere und das Profil eines Künstlers. Jemand, der es über Jahrzehnte hinweg schafft, gute musikalisch-inhaltliche Qualität abzuliefern ist für mich ein Vorbild. Ich hatte ja das Glück mit Persönlichkeiten u.a. wie Peter Maffay, Udo Lindenberg und Joe Cocker zusammenzuarbeiten. Da kann man sich nicht nur das Handwerk abgucken, sondern auch die dazugehörige Haltung.

Auf Deinem neuen Album „Konturen“ singst Du mit Partnerin Ina Müller ein Duett. Habt ihr schon einmal daran gedacht zusammen auf Tournee zu gehen?
Nein, darüber haben wir nicht einen Gedanken verschwendet. Der Song ist spontan entstanden und eine seltene Ausnahme, aber das Ergebnis dieser „Schnappsidee“ ist toll und musste deshalb auch aufs Album.

Wird bei Euch zuhause viel gesungen?
Nur in kreativen Phasen, wenn wir gemeinsam an Songs arbeiten.

War es ursprünglich Dein Plan berühmter Musiker zu werden?
Irgendwie habe ich schon immer davon geträumt. Das sagen zumindest auch meine Eltern und älteren Geschwister, die meine Leidenschaft schon seitdem ich klein bin ertragen müssen 😉

Du warst schon des Öfteren hier. Was magst du an Timmendorfer Strand besonders?
Für mich ist alles, was Strand ist sofort „Urlaub“! Ich liebe Timmendorfer Strand. Ich hab dort quasi meine Karriere vor vielen Jahren begonnen – als Vorband von Ich&Ich.

Deine Texte sind alle sehr tiefsinnig. Wie lässt Du Dich inspirieren?
Es sind die Menschen, die mir begegnen, gesellschaftliche Diskussionen aber natürlich auch mein eigenes Innenleben. Wichtig ist hinzuhören.

 

© Foto: Olaf Heine

© Foto: Olaf Heine

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