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Interview – Im Gespräch mit ChrisTine Urspruch

© Foto: Jim Rakete

Als Kinderärztin Dr. Klein aus der gleichnamigen ZDF-Serie kommt sie ganz groß raus. Doch auch als Silke Haller, rechtsmedizinische Assistentin im Tatort, Seite an Seite mit Jan Josef Liefers und Axel Prahl ist die Schauspielerin ChrisTine Urspruch einem breiten Publikum bekannt. Wir sprachen mit der 49-jährigen Schauspielerin über gute Vorsätze und schlechte Rollen.

Hallo Frau Urspruch. Wie sah Ihr Tag bislang aus?
Sehr schön! Ich konnte ihn mit einem Spaziergang in der Sonne bei winterlichen Temperaturen genießen. Dann stand Büroarbeit an. Zum Mittag habe ich für meine Tochter und Nachbarfreunde gekocht, das war sehr gemütlich. Und dann gab’s für mich eine kleine Siesta …

Gefühlt jeder ist frisch motiviert und mit tollen Vorsätzen ins neue Jahr gestartet. Was sind Ihre guten Vorsätze für 2020?
Mehr Sport!

Wir wollten das Thema eigentlich umgehen, weil die Frage wohl sehr oft kommt. Aber: Wie sehr nervt es Sie, ständig auf Ihre Größe angesprochen zu werden?
Auf meine Größe angesprochen zu werden nervt mich nicht, sie ist nun mal ein augenscheinliches Merkmal und gehört zu mir. Nur wenn mit meiner Größe automatisch impliziert wird, dass ich benachteiligt bin und darunter leide, das nervt! Ich leide nicht, ich lebe!

Hätten Sie früher einmal gedacht, dass gerade das Ihnen Türen öffnet?
Als kleines Mädchen wollte ich Prinzessin werden oder lieber Gräfin, das erschien mir etwas seriöser. Ich sah mich immer auf dem Pferd zur Schule reiten. Als Teenagerin wollte ich Meeresbiologin werden, Fische beobachten, analysieren, dokumentieren. Per Schiff auf den Meeren unterwegs sein. Dann kam der Wunsch auf, Journalistin zu werden, bis ich dann meine Leidenschaft zur Schauspielerei entdeckt habe … dafür bin ich sehr dankbar!

Die selbstgewählte Schreibweise Ihres Namens ist „ChrisTine Urspruch“. Was hat es damit auf sich?
Das habe ich mir als junger Mensch so ausgedacht. Es bedeutet für mich einen spielerischen, leichten Umgang mit klein und groß …

Welches war Ihr Lieblings-Tatort aus Münster?
Das ist gar nicht so leicht zu sagen. Wir drehen den Tatort aus Münster seit 18 Jahren, da kommt was zusammen. Aber wenn ich so drüber nachdenke, mochte ich „Feierstunde“ in der Regie von Lars Jessen sehr gerne. Professor Boerne wurde bei einer Feier lebensbedrohlich vergiftet, alle Gäste wurden als Geiseln genommen. Der Täter war ein geisteskranker Mann, der unter dem Einfluss seiner Psychotherapeutin stand, die wiederum einen privaten Racheakt an Boerne verübte. Alberich, ebenfalls Geisel, versuchte Boerne zu retten und die Situation unter Kontrolle zu halten. Ein packendes Kammerspiel.

Man muss als Schauspielerin ja auch Rollen verkörpern, die man nicht unbedingt mag. Hatten Sie schon mal so ein Erlebnis?
Nein.

Viele Fans finden, der Tatort hat sich verändert. Was sagen Sie dazu?
Der Tatort wird in diesem Jahr 50 Jahre und ist ein großes Markenzeichen im Deutschen Fernsehen. Dass in all den Jahren eine Veränderung stattfindet, ist lebendig und richtig. Ich kenne immer noch sehr viele eingeschworene Fans, die man sonntagabends nicht anrufen darf …

Am 27. Februar sind Sie beim UNICEF-Talk im Timmendorfer Grand Hotel Seeschlösschen und zeigen Herz für UNICEF und für Kinder. Auf welches Thema möchten Sie aufmerksam machen?
Lesen! Ich bin unter anderem ehrenamtlich für die Stiftung Lesen tätig und setze mich dafür ein, Kindern – und natürlich auch Erwachsenen – Lust auf Lesen, auf Geschichten zu machen. Denn durch Lesen wird die Sprachkompetenz gefördert, Neugierde und Verständnis geweckt. Lesen bildet und macht Spaß!

Wir sagen „Danke“ für das nette Interview und freuen uns, Sie am 27. Februar live in Timmendorfer Strand erleben zu dürfen!

© Foto: Jim Rakete

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