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Der alte kleine Weihnachtswichtel

© Foto: egal / depositphotos.com

Es gibt einen kleinen sehr alten Weihnachtswichtel, der so alt ist, dass er in seinem Leben schon unzählig viele Weihnachten erlebt hat. Der Wichtel lebt sehr zurückgezogen im tiefen Winterwald. In diesem Jahr wollte er nach langer Zeit wieder die Menschen besuchen. Also ging er in die Stadt und setzte sich dort vor das größte Kaufhaus das er finden konnte.

Gespannt beobachtete er das rege Treiben der vorbeieilenden Menschen. Menschen, die gestresst von der Arbeit kamen und Geschenke für ihre Familien und Freunde suchten. Da geriet der Wichtel ins Träumen und träumte sich zurück in jene Zeit, als es noch keine elektrischen Weihnachtsbeleuchtungen und eine so riesige Auswahl an Geschenken gab. Ob die Menschen damals auch mit vollen Tüten durch die überfüllten Straßen gehetzt sind? Die Adventszeit ist doch eigentlich eine ruhige und besinnliche Zeit! Nun, alles ändert sich, dachte der kleine Wichtel und verließ unbemerkt die überfüllte Stadt. Er ging zu einem alten Haus in sein kleines Lieblingsdorf, in dem schon viele Menschen gelebt haben. Er erinnerte sich an das Haus, wie es früher war: Die Menschen erleuchteten ihr Haus mit Kerzen. Auch gab es keine Heizung und deshalb mussten die Bewohner Holz ranschaffen, um die Stube warmzuhalten. Er sah damals während der Adventszeit immer wieder durch das Fenster. An manchen Abenden konnte er beobachten, wie Mutter und Großmutter Plätzchen backten. Der unvergessliche Duft strömte sogar zu ihm nach draußen.

Auch erinnert er sich zurück, wie die Familie sich gemeinsam in den Wald aufmachte, um einen Weihnachtsbaum zu schlagen. Beim Heimkommen freuten sie sich auf den warmen Tee. Um den mit Zuckerstangen, Strohsternen und Lametta geschmückten Christbaum hat sich die gesamte Familie versammelt, um gemeinsam zu singen. Es war eine schöne Zeit, dachte der kleine Wichtel. Eine Zeit der Gemeinsamkeit und des Miteinanders. Noch ganz in Gedanken blickte der kleine Wichtel auch jetzt wieder durch das Fenster des alten Hauses. Er sah eine Familie, die gemeinsam um den Adventskranz saß und einen Vater, der den Kindern eine Geschichte vorlas. Der Wichtel war erstaunt, Menschen zu sehen, die nicht gehetzt durch die Straßen rennen. Er beobachtete zufriedene Menschen, die Zeit miteinander verbringen, die ihr Haus auch heute mit Kerzen erleuchten und die sich gemeinsam vor dem Kamin aufwärmen. Dem Wichtel wurde bei dem Anblick ganz warm ums Herz, denn er wusste jetzt: Ja, die heutige Zeit ist anders als früher. Aber trotzdem sind auch in dieser Zeit Menschen füreinander da. Mit diesem beruhigenden Gedanken schlich der Wichtel wieder ganz leise dorthin, woher er gekommen war.

In diesem Sinne wünschen wir allen Lesern eine besinnliche Weihnachtszeit!

© Foto: egal / depositphotos.com

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