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30 Jahre Mauerfall

Foto: Letzeisen

Kinder spielen lachend, Paare stellen sich mit dem Selfie-Stick in Position wieder andere bestaunen die vier Rösser mit der Kutsche und der Friedensgöttin, die auf dem Brandenburger Tor thront – die Quadriga.

Das Brandenburger Tor gehört zu den wichtigsten Wahrzeichen der Metropole und ist ein Hotspot. Gleichzeitig ist das der Athener Akropolis nachempfundene Bauwerk das einzige erhaltene Stadttor Berlins. Mit der Teilung und dem Mauerbau 1961 stand es im Sperrgebiet und war für Berliner und Besucher nicht mehr erreichbar.
Das Beton-Bollwerk schrieb Geschichte und wurde zum Symbol des Schreckens für die geteilte Metropole. Fast vergessen sind die Aussichtsplattformen, von denen man aus dem Westen einen Blick „nach drüben“ werfen konnte – stets unter den strengen Blicken der Grenzsoldaten mit ihren Kameras und Ferngläsern. Während im Osten die Farbe Grau dominierte, versuchten im Westen Tausende Graffitis dem Koloss seine Brutalität zu nehmen. 1987 forderte US-Präsident Ronald Reagan: „Mister Gorbachev, tear down this wall!“ („Reißen Sie diese Mauer ein“). Mehr als 28 Jahre teilte diese Mauer Berlin – bis zum 9. November 1989. In dieser Nacht und in den nächsten Tagen wurde in der ganzen Stadt gefeiert – Berliner aus Ost und West und Besucher aus aller Welt lagen sich in den Armen.
Seit dem Mauerfall und der Wiedervereinigung hat sich Berlin verändert: Die beiden Stadthälften sind wieder zusammengewachsen, historische Gebäude wurden restauriert, neue Viertel und spektakuläre Bauten entstanden.

Was ist von der Mauer geblieben? Wo findet man außer in New York, Brüssel und in vielen hunderttausend privaten Vitrinen noch steinerne Mauer-Erinnerungen?
Wer die Grenzsituation von damals erleben möchte, der hat in der Niederkirchner- und Zimmerstraße die Gelegenheit. Am Martin Gropius Bau, sind ca. 200 Meter Originalmauer erhalten geblieben.
Am Checkpoint Charlie erwartet die Besucher ein Zeitsprung durch die Spreemetropole der 1980er Jahre. Interessierte können mit TimeRide (www.timeride.de) auf virtuellen Reisen durch die einst geteilte Stadt gehen. Dank moderner Virtual Reality-Technologie ist es möglich, die Geschichte auf diesem Wege hautnah mitzuerleben.
Ebenfalls am bekanntesten Grenzübergang zwischen Ost und West, am Checkpoint Charlie, zieht das private Mauermuseum (www.mauermuseum.de) zahlreiche Besucher an. Das Museumshaus, vom Historiker Rainer Hildebrandt am 14. Juni 1963 eröffnet, präsentiert neben Dokumentarfilmen und Zeitzeugengesprächen eine fast unüberschaubare Vielzahl an Exponaten und originalen Hilfsmitteln, die Menschen zu ihrer Flucht aus der DDR gebrauchten. Das Haus am Checkpoint Charlie galt lange als eine Insel der Freiheit im letzten Gebäude direkt vor der Grenze.

Infos zu Berlin und den Feierlichkeiten anlässlich des 9. November gibt es unter www.visitberlin.de

Hoteltipp:
Das zentral gelegene 4-Sterne-Hotel RIU Plaza Berlin unweit des KaDeWe. 1 Übernachtung gibt es ab 89,00 Euro.

Infos und Buchungen unter www.riu.com

Foto: Letzeisen

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