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Pflanzentipp – Das Wandelröschen (Lantana)

Text/Foto Wolfgang Assmann

Das Wandelröschen (Lantana) gehört zur Familie der Eisenkrautgewächse (Verbenaceae). Ihre ursprüngliche Heimat erstreckt sich von Mittelamerika bis zum Süden Nordamerikas. Wie der Name Wandelröschen vermuten lässt, ist die Blüte unterschiedlichen farblichen Veränderungen unterworfen. Die Blüten haben eine halbkugelige Form und setzen sich aus röhrenförmigen einzelnen kleinen Blüten zusammen.

Da die Entwicklung der einzelnen Blüten nicht im gleichen Tempo stattfindet, erscheint das Wandelröschen zeitweise in mehreren bunten Farben. Je nach Sorte wechseln sie nach dem Aufblühen von gelb zu orange und nehmen später beim Verblühen einen karminroten Ton an. Es gibt sie aber auch in weißen und rosafarbenen Sorten. Blütezeit ist von Mai bis Oktober. Neben den Farbkompositionen ist der intensive Duft erwähnenswert, den die ganze Pflanze verströmt und Insekten und Schmetterlinge anzieht.
Beim Kauf des Wandelröschens sollte man darauf achten, dass die Pflanze in den Kulturtöpfen gut durchwurzelt ist. Vor dem Umtopfen empfiehlt sich eine kräftige Wässerung, damit sich der Wurzelballen komplett vollsaugen kann. Das Umpflanzen kann sowohl ins Gartenbeet als auch in einen Topf oder Blumenkasten erfolgen. Bei der Pflanzung im Freien ist zu beachten, dass das Wandelröschen aus tropischen Breitengraden stammt und daher einen sonnigen Standort benötigt, um seine volle Blütenpracht entwickeln zu können. Es gedeiht jedoch auch im Halbschatten, wobei der Blütenreichtum hier geringer ausfallen kann als bei voller Sonne. Das Pflanzsubstrat sollte möglichst nährstoffreich und mit Kompost angereichert sein. Der pH-Wert muss im schwach sauren bis neutralen Bereich liegen und darf keinesfalls kalkhaltig sein. Ferner muss bei der Pflanzung in Töpfen oder Blumenkästen auf einen guten Wasserabzug geachtet werden, eine Drainage aus Blähton hilft hier, Staunässe zu vermeiden.
Für einen kräftigen langanhaltenden Blütenflor ist neben einem sonnigen Standort regelmäßiges Düngen und Gießen wichtig, am besten mit Regenwasser oder abgestandenem Leitungswasser. Auch das Abschneiden verwelkter Blüten verhindert eine Samenbildung und somit eine Schwächung der Pflanze. Ab Mitte September sollte man das Düngen einstellen, um die Pflanze für die Überwinterung vorzubereiten.

Als tropische Schönheit darf das Wandelröschen keinem Frost ausgesetzt werden. Daher muss eine Überwinterung an einem hellen und frostfreien Standort mit Temperaturen zwischen 5 und 10 Grad Celsius erfolgen. Geeignete Winterquartiere wären ein helles Gewächshaus oder heller Wintergarten, aber auch ein Keller mit Fenster.
Für einen guten Austrieb und harmonischen Aufbau der Krone im nächsten Jahr empfiehlt sich jetzt ein Rückschnitt. Hierbei werden die älteren Triebe um ein Drittel bis zur Hälfte gekürzt, jedoch nicht bis ins Holz. Gewässert wird nur minimal, sodass der Wurzelballen nie völlig austrocknet. Oft verliert das Wandelröschen während der Überwinterung die Blätter. Kein Grund zur Sorge, in den meisten Fällen treibt es im folgenden Jahr trotzdem wieder aus, wenn auch etwas verzögert.
Ab Ende April wird das Wandelröschen schrittweise an die Freilandbedingungen gewöhnt, d. h. der Pflanze Wärme und Lichtreize geben, damit es rechtzeitig austreibt. Es ist jedoch weiterhin ein Schutz vor Nachtfrösten und zu intensiver Sonneneinstrahlung nötig. Auch empfiehlt sich ein Umpflanzen in einen größeren Topf, sollte sich der Wurzelballen im Vorjahr zu stark entwickelt haben.

Abschließend bleibt noch zu erwähnen, dass alle Pflanzenteile des Wandelröschens giftig sind und der Kontakt mit Blättern zu Hautreizungen führen kann.

 

Text/Foto Wolfgang Assmann

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