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Short-News

© Foto:LTM - K.E. Vögele

Mehr Grün im Grau – Bienchen summ 
…auch in Lübeck herum. Die fleißigen Insekten haben es gar nicht weit bis zur Futterquelle. Denn das Hochbeet neben ihren Bienenstöcken bietet bienenfreundliche Blumen – „Bienenschmaus“ eben. Im Juni haben die Stadtgärtner zwei Bienenstöcke im Garten der Kaufmannschaft/Technik Zentrum Lübeck in der Breiten Straße angelegt. Seitdem schwirrt und brummt es dort. Gestartet haben die Stadtgärtner mit zwei Schwärmen in diesem Jahr recht spät. „Insgesamt konnten wir bei der ersten Ernte 10 Kilo Honig abfüllen, werden aber demnächst noch einmal schleudern und eventuell noch einmal so viel oder ein bisschen mehr ernten können“, sagt Lotta Repenning, zuständig für Marketing und Presse. In den Genuss der süßen Delikatesse kommen die Nachbarn ganz umsonst. Bienen als Umweltprojekt – das haben sich die Stadtgärtner überlegt, um mehr Grün ins Grau zu bringen. Im Garten und im Umkreis von drei Kilometern sammeln die Bienen Nektar und Pollen. „Es muss genug Nahrung geben, denn es geht ihnen hervorragend“, erklärt Lotta Repenning. Immer mehr Paradiese für Wildbienen gibt es in Ostholstein und Lübeck, weil Landwirte mehr Blühflächen anlegen – immerhin sind es in diesem Jahr in Ostholstein 130 Hektar mit bunten Blumen. Das finden nicht nur die Insekten super, das erfreut auch unser Auge.

Entdeckungs-touren
Womit haben Kinder im Mittelalter gespielt? Diese und andere Fragen beantwortet das St. Annen-Museum bei spannenden Entdeckungstouren für die ganze Familie. Welche Geschichten haben jungen Leuten früher besonders gefallen und gab es damals eigentlich auch schon Comics. Bei der Kinderzeit im St. Annen-Museum gibt es dabei etwas ganz Außergewöhnliches, denn den Besuchern steht ein eigens dafür hergerichtetes Spielzimmer zur Verfügung. Dort können die Lütten Szenen nachspielen und selbst erleben. Sie finden neben der historischen Spielzeugsammlung zum Anschauen u. a. Steckenpferde wie auf dem Gertruden-Altar, mit denen sie herumtollen können, einen Kaufmannsladen, wo sie sich als Kaufleute selbst erproben können oder besondere Bauklötze, mit denen sie einen gotischen Bogen bauen lernen. Auch ein Altar, den man nach Herzenslust auf- und zuklappen kann, ist dort zu finden sowie ein Theatervorhang für selbst erdachte Theaterstücke. Das alles und noch viel mehr wartet auf die kleinen Besucher des St. Annen-Museums. Eine tolle Idee für Regentage. Infos unter www.st-annen-museum.de.

Eine frische Brise – Mit dem Küstenfischer durch Haffkrug
Eine frische Brise von Süd und Südwest weht uns ins Gesicht, als wir auf dem Seebrückenvorplatz in Haffkrug stehen. Der Himmel leicht diesig. In der Ostsee tummeln sich große und kleine Leute. Im August ist noch einiges los an der Lübecker Bucht, obwohl die Ferien zu Ende sind. Das Magazin Lübecker Bucht nimmt teil an einer Führung in Haffkrug mit Lothar Frehse – dem Küstenfischer und Kenner der Region. Für musikalische Untermalung am Schifferklavier sorgt Thomas Matthies, der sich mit seinem Instrument auf eine Bank an der Seebrücke gesetzt hat. Lothar Frehse lässt es sich nicht nehmen, setzt sich dazu und singt tonsicher die alten Seemannslieder wie „La Paloma“ und „Auf der Reeperbahn“ mit. Das finden die Kinder davor ganz lustig und auch die Erwachsenen, die sich im Ole Fischschuppen verwöhnen lassen, schunkeln schmunzelnd im Takt. Wir beginnen unsere Führung auf der Seebrücke, wo Lothar Frehse mit ausladender Armbewegung auf sein Reich zeigt. „Für mich ist die Lübecker Bucht die Perle der Ostsee. Keine Bucht ist so lieblich und hat so ein wunderbares Hinterland“, sagt der 1941 in Haffkrug geborene Frehse. Und erklärt den Zuhörern, welche Orte am Horizont zu sehen sind. Gar nicht trocken mit amüsanten Details geschmückt, erfahren wir Wissenswertes über Haffkrug, das einst Zentrum des Fischfangs an der Lübecker Bucht war. Ein Krug gab dem Dorf seinen Namen, ein „kroghe by dem have“. Das ist sogar 1388 urkundlich erwähnt. Haffkrug ist das älteste Ostseebad an der Lübecker Bucht. Frehse deutet auf das Gelände der PRO-Stiftung auf dem der Tourismus mit dem „Elisabethbad“ 1812 begonnen hat. Damals soll es noch ganz vornehm zugegangen sein. Die Herren stiegen in Ringelanzügen ins Meer, denn das war trotz der Badekarren den Damen zunächst nicht gestattet. „Die standen auf den Balkonen und guckten sich für den abendlichen Tanz einen Mann aus“, so Frehse. Ins Schwärmen gerät Lothar Frehse, erzählt er vom Aalfang und tütelt seine ein paar Meter lange Aalreuse vor den Fisch-Schautafeln aus. Auch ein Aaleisen hat er dabei, aber das darf heute nicht mehr benutzt werden. „Mein Lieblingsfisch ist der Aal, der aber im Bestand gefährdet ist“, erklärt der Küstenfischer. Alle zwei Tage solle man schon raus zu den Aalreusen, um sie von Krebsen und Tang zu reinigen. Sonst suche der Fisch sich die Reuse nicht als Schlafplatz aus. „Der geheimnisvolle Aal ist ein Gourmet, der nur mal hier und da nascht, sich von Krebsen, Laich und Fischen ernährt“, sagt Frehse. Das ist schon beeindruckend zu erfahren, welche weiten Wege der Aal zurücklegt und wie er sich von den Weidenblattlarven über den Glas- zum Gelbaal entwickelt. Wir erfahren noch einiges über die Zeit der Fischerjungen damals, die in der Schule gemieden wurden, weil sie nach Fisch stanken. Im Klassenzimmer mussten sie hinten sitzen, wodurch sie allerdings immer viel besser schummeln konnten. Über die anderen Fische der Ostsee und das harte Fischerleben. Lothar Frehse erzählt mit Humor über seine Zeit als Kadett auf der Gorch Fock und wie er seine große Liebe kennenlernte und dafür die Seefahrt aufgab. Immerhin ist er mit seiner „Allerliebsten“ jetzt 55 Jahre verheiratet. Das war wohl eine gute Entscheidung. Wenn Sie jetzt Lust bekommen haben, an einer der Führungen teilzunehmen, finden Sie die Infos unter www.luebecker-bucht-ostsee.de. Am 5. und 12. September sind die nächsten Termine jeweils um 16 Uhr. Sondertermine für Gruppen können Sie telefonisch bei Lothar Frehse unter 04563 1254 erfahren. „Haffkrug hat schon was“, findet Lothar Frehse. Dem kann man nur zustimmen.

märchenhaft!
Langsam verabschieden sich die fröhlichen Sommertage von uns. Die Tage werden kürzer und bald wehen uns wieder die bunten Blätter um die Ohren. Da kommt eine verzaubernde Lichterwelt gerade recht, um uns in Stimmung zu bringen. Tipp: Machen Sie einen Abstecher nach Travemünde. Dort wird der Lichterzauber am 20. und 21. September mit vielen magischen Momenten gefeiert. Erleben Sie das Fest der 1.000 Lichter mit künstlerischen Darbietungen und Seefeuerwerk im romantisch-verwunschenen Godewindpark. Die Bäume, der See und die Wiesen verwandeln sich in den Abendstunden in ein funkelndes Lichtermeer und bieten eine fantastische Kulisse für verliebte Nachtschwärmer und Sternenwanderer.
Genießen Sie die märchenhafte Atmosphäre mit Feuershow, Livemusik und Kleinkunst und probieren Sie die kulinarischen Köstlichkeiten. Als „Eintritt“ werden alle kleinen und großen Gäste gebeten, ein Licht mitzubringen – vom Teelicht bis zur großen Papierlaterne. Infos gibt‘s unter www.travemuende-tourismus.de.

Gratis-Wasser – Hier geht’s lang
Das liegt im Trend und immer mehr machen mit. Die Idee der „Refill“-Bewegung setzt sich langsam durch. Dahinter steckt der Gedanke, dass für jeden überall kostenlos Trinkwasser verfügbar sein soll und das natürlich umweltfreundlich – frisch „gezapft“ ins Glas oder die mitgebrachte Flasche. Die Refill-Stationen, zu erkennen an dem blauen Logo mit Wassertropfen, nehmen zu. Viele Geschäfte und Einrichtungen beteiligen sich schon an der Aktion. Auch der Zweckverband Ostholstein (ZVO) tüftelt an der Umsetzung. „Wir begrüßen es sehr, dass Geschäfte zur Abfallvermeidung umsonst verteilen“, sagt Rüdiger Lange-Joost, Geschäftsführer des ZVO.
Beschlossen hat das Europäische Parlament 2018 eine Trinkwasser-Richtlinie, um den Plastikmüll zu reduzieren. Immerhin werden bundesweit pro Stunde 1,9 Millionen Einweg-Plastikflaschen verbraucht, jeder Deutsche schmeißt jährlich 200 in den Müll, eine unglaubliche Menge. Dabei ist es so einfach und vor allem kostengünstig, seinen Durst zu löschen. „Ein Liter Wasser aus der Leitung kostet bei uns aktuell 0,165 Cent“, sagt der ZVO-Geschäftsführer. Da kann kein Supermarkt mithalten. Zudem stimmt die Qualität. Das Leitungswasser in Ostholstein komme aus der Tiefe und lagere 40 bis 50 Meter unter der Erde. „Es gibt keine Belastungen, das Wasser ist komplett unbehandelt und in einer sehr guten Qualität“, so Rüdiger Lange-Joost. Mitmachen lohnt sich. Weitere Informationen finden Sie auch im Internet unter www.refill-deutschland.de.

Perspektiven Malente – Ganz neu für Fotofreunde
In wunderschöner Umgebung von bekannten Fotografen etwas lernen – das können Sie bei der neuen Veranstaltung „Perspektiven Malente – Fototage zwischen den Seen“ vom 6. bis 8. September in Bad Malente-Gremsmühlen. Eigens ein Verein wurde gegründet, um Fotointeressierten diese Möglichkeit zu bieten.
Auf dem Programm stehen im Kursaal Malente und den angrenzenden Räumlichkeiten Multivisionsshows, Vorträge und Workshops rund um die Fotografie. Ein Event dieser Art ist für den Norden ein Novum. Ähnliche gibt es in Waren an der Müritz und in Stapelfeld bei Cloppenburg. Für die Fototage haben namhafte Fotografen zugesagt. Themen der Workshops sind beispielsweise „Blitzen und Wasser“, „Fashion-Fotografie“ und „Ideen aus dem Koffer“. Auch interessante Vorträge zu den Themen „Hoher Himmel – Weites Land“, „Eisige Welten“ und „Hawaii – Big Island“ bieten den Fotofans Inspirationen.
Außerdem kommt die Praxis nicht zu kurz. Dann können die Teilnehmer unter verschiedenen Workshops wählen und Neues entdecken. Die vielfältige Veranstaltung beinhaltet etwa Themen der Naturfotografie mit einer Hommage an das Licht des Nordens oder an das Moor. Aber ebenso die Soziale Fotografie findet Platz im Angebot der Perspektiven Malente. Die Pauschalveranstaltung kostet inklusive Essen und Kaffee 95 €, für Schüler und Studenten 50 €. Die genauen Informationen zu den Fotografinnen und Fotografen sowie zum Ablauf finden Sie auf der Internetseite unter www.perspektiven-malente.de.

© Foto:LTM – K.E. Vögele

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