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Welche Krankenzusatzversicherungen sind wirklich wichtig?

Die medizinische Grundversorgung in Deutschland gehört zu den besten weltweit. Und doch müssen gesetzlich Versicherte für ärztliche Leistungen häufig in die eigene Tasche greifen. Das liegt daran, dass die gesetzliche Krankenkasse lediglich für Grundversorgungsleistungen aufkommt und bei zusätzlichen Leistungen nur einen Teil – oder gar nichts – bezahlt. Das hat dazu geführt, dass sich auf dem Versicherungsmarkt zahlreiche Zusatzversicherungen etabliert haben, mit denen sich der Gesundheitsschutz verbessern lässt. Doch welche Krankenzusatzversicherungen sind tatsächlich sinnvoll?

Grundsätzlich sollte bei der Entscheidung für eine Krankenzusatzversicherung immer der persönliche Bedarf maßgeblich sein. Denn nicht jede Zusatzversicherung ist für jeden Versicherungsnehmer sinnvoll. Allerdings gibt es einige Zusatzversicherungen, die Experten als sinnvoll betrachten, zum Beispiel eine Zahnzusatzversicherung. Da die gesetzlichen Krankenkassen bei Zahnersatz, Kronen und aufwendigen kieferorthopädischen Eingriffen meist nur einen Teil der Kosten übernehmen, kann sich für den Patienten schnell ein Eigenanteil im vierstelligen Bereich ergeben. Die Zahnzusatzversicherung setzt genau dort an: Sie übernimmt je nach gewähltem Tarif zwischen 80 bis 100 Prozent der anfallenden Kosten.

In manchen Tarifen einer Zahnzusatzversicherung ist nicht nur eine Kostenerstattung für Kronen, Brücken und Implantate enthalten, sondern auch für eine professionelle Zahnreinigung oder ein Bleaching. Die Nürnberger Versicherung beispielsweise erstattet ihren Kunden je nach Komfort-Tarif der Zahnzusatzversicherung zwischen 100 bis 200 Euro für die jährliche Prophylaxe. Dementsprechend lohnt es sich für Sie, vor Abschluss der Versicherung den Leistungsumfang der infrage kommenden Tarife bzw. Versicherungsanbieter genau zu prüfen.

Ebenfalls empfohlen wird eine Auslandsreisekrankenversicherung, wenn Sie außerhalb Deutschlands verreisen möchten. Die Versicherung übernimmt die Kosten für ärztliche Behandlungen im Ausland sowie für einen medizinisch notwendigen Rücktransport. Ein weit verbreiteter Irrglaube ist, dass die eigene Krankenkasse die entstehenden Kosten übernimmt. Dies ist jedoch nicht der Fall. Für eine medizinische Behandlung im Ausland zahlt die gesetzliche Krankenversicherung lediglich anteilig oder gar nichts. Der Rücktransport oder eine Bergung gehen immer auf eigene Kosten. Auch für solche Leistungsfälle lohnt es sich, die Tarife verschiedener Versicherungsanbieter zu vergleichen. Der Rücktransport sollte in jedem Fall abgedeckt werden. Ein Tipp: Wenn Sie länger als acht Wochen verreisen möchten, sollten Sie darauf achten, dass Ihre Versicherung einen sogenannten Langzeit-Versicherungsschutz anbietet. Nur dann sind Sie im Falle einer Erkrankung im Ausland auch nach acht Wochen noch umfassend geschützt.

Eine weitere sinnvolle Krankenzusatzversicherung ist die Krankentagegeldversicherung. Diese schützt vor finanziellen Einbußen, wenn Sie länger als sechs Wochen krankgeschrieben sind. Das Krankengeld, das die gesetzlichen Krankenkassen im Fall einer länger als sechs Wochen andauernden Krankschreibung zahlen, liegt nämlich im Durchschnitt ungefähr 21 Prozent unterhalb des Nettogehalts. Den meisten Arbeitnehmern würde es schwerfallen, den gewohnten Lebensstandard damit dauerhaft aufrechtzuerhalten. Der Abschluss einer Krankentagegeldversicherung kann daher eine Erwägung wert sein. Wichtig: Achten Sie darauf, dass Ihr Anbieter auch bei lediglich teilweiser Arbeitsunfähigkeit zahlt. In solch einem Fall sollte eine anteilige Auszahlung des Krankengeldes möglich sein.


Bildrechte: Flickr Health Care Costs 401(K) 2012 CC BY-SA 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

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