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Interview – Im Gespräch mit H.P. Baxxter

© Foto: Kontor Records

Wer nicht weiß, wer Hans-Peter Geerdes ist (Anm. d. Red.: solche Leute wird es kaum geben), dem geben wir jetzt mit zwei simplen Worten den berüchtigten Schlag mit dem Zaunpfahl: Hyper! Hyper! Als Scooter-Frontmann rockt H.P. Baxxter regelmäßig die größten Techno-Hallen der Welt. Der Kultmusiker ist sogar im September anlässlich des beliebten Sommerevents „Stars am Strand“ zu Besuch in unserer Gegend. Mit uns sinniert der 55-Jährige unter anderem über Ansichten und Veränderungen in der Musikbranche…

Hallo! Wie möchten Sie in Interviews am liebsten angesprochen werden? Scooter? H.P. Baxxter oder vielleicht auch Herr Geerdes?
Bitte gerne als H.P. Baxxter.

Ok H.P. Baxxter: Was ist eigentlich Ihre Naturhaarfarbe?
Ich würde es als straßenköterblond bezeichnen. Es ist aber zugegebenerweise schon eine Weile her, dass ich mich in meiner Naturhaarfarbe gesehen habe.

Angenommen Sie sitzen in einem Backstage-Bereich mit einem kobaltblauen Teppich, während Sie zufrieden einen Longdrink aus einem 0,2-Glas zu sich nehmen. Was geht an dieser Rechnung nicht auf?
Haha, der Fehler in diesem Bild wäre, dass ich dort entspannt sitzen würde. Es gibt einfach ein paar kleine Rituale, die sich im Laufe des Tourens eingebürgert haben. Ich mag keine blauen Teppiche, die sind mir zu kalt und ungemütlich. Wenn du permanent unterwegs bist, dann wird es immer wichtiger, dass du dich auch auf Tour wohlfühlst.

Verraten Sie uns noch weitere Backstage-Geheimnisse?
Neben 0,3-Gläsern freue ich mich über Kerzen und indische Räucherstäbchen im Backstage-Raum. Für mich ist das absolut wohnlich. Eine weitere Maxime ist die Lautstärke der Musik. Vor den Konzerten heizen wir auch Backstage richtig ein, um dann energetisch auf die Bühne zu gehen und Vollgas zu geben.

Im September kann man Sie bei „Stars am Strand“ in Timmendorfer Strand auf der Bühne live erleben. Was bekommen die Fans in unserer einmaligen Strandkulisse zu hören?
Die Fans können sich neben unseren Klassikern auch auf unsere neuen Hits wie zum Beispiel „God Save The Rave“ freuen und natürlich auch wie immer auf eine geballte Ladung Pyroshow und ein Lichtgewitter über Timmendorf! Ich finde es auch immer toll, wenn wir vor einem beeindruckenden Panorama spielen. Das wird super!

Sie lieben Autos und sind im Besitz eines passablen Fuhrparks. 2017 meinten Sie einmal, dass Ihnen noch ein Aston Martin DB5 fehlt.
Haben Sie ihn jetzt?
Der Aston Martin fehlt leider noch immer in meiner Sammlung. Mein aktueller Favorit ist mein Bentley S3, auch „Chinese Eyes“ genannt. Damit fahre ich auch gerne mal zu einem Auftritt, sofern es das Wetter und die Strecke zulassen.

Im letzten Jahr hat Scooter 25-jähriges Jubiläum gefeiert. Stellen Sie Veränderungen in der Fangemeinde fest?
Wenn man 25 Jahre auf der Bühne steht, verändert sich das Publikum natürlich, schon alleine vom äußeren/modischen Erscheinungsbild. Es gibt ja lustigerweise auch einen harten Kern, der uns exakt seit 25 Jahren begleitet. Weggefährten die man seit den Anfangstagen kennt. Pauschal gesehen merkt man, dass ein Teil der Fans mit uns mitwachsen und inzwischen auch generationsübergreifend zu unseren Konzerten kommen. Der größte Unterschied ist wahrscheinlich, dass die Fans früher dem Genre Techno angehörten, während das Publikum heute viel breiter aufgestellt ist und auch Rockfans auf unsere Konzerte kommen.

Finden Sie, dass der Rave droht auszusterben?
Das glaube ich absolut nicht. Wenn man sich zum Beispiel die aktuelle Festival-Kultur anschaut, bekommt man eher das Gefühl, dass Rave wieder an Bedeutung zulegt. Es gibt eine Vielzahl an wachsenden Elektro- / EDM Festivals, von Tomorrowland, Airbeat One, World Club Dome bis hin zum Parookaville Festival. Ich finde das ist eine tolle Entwicklung.

Welches Konzert ist Ihnen ganz besonders in Erinnerung geblieben?
Das ist nicht so leicht zu beantworten. Wir sind seit 25 Jahren live unterwegs, haben anfangs in Discos, dann in kleinen Venues und irgendwann in den großen Hallen und auf riesigen Festivals gespielt. Und das auf internationaler Ebene. Natürlich gab es da unvergessene Momente, wenn man in exotischen Ländern wie z. B. der Mongolei, Island oder Afrika auf der Bühne steht. Besonders ist natürlich jedesmal genau der Augenblick wo der Funke überspringt und das Publikum ausrastet. Das ist dann noch spezieller, wenn wir auf Rock- oder Alternative Festivals auftreten und wir nicht 100% sicher sind wie das Publikum auf uns reagiert. Wenn sich dann vor der Bühne Moshpits bilden und die Kids ausflippen, dann ist das sensationell!

Achtung der kommt flach! Angesichts der gefallenen Krabbenpreise erlauben Sie mir bitte noch eine Frage: How much is the fish?

Vielen Dank für das tolle Gespräch.

Wir wünschen Ihnen noch einen Super-Sommer und alles Gute!

Trotz fallender Krabbenpreise: 3,80 Euro ☺

© Foto: Kontor Records

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