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Sonnenland Frankreich

Fotos: Letzeisen

Die Provence gehört seit jeher zu den Sehnsuchtszielen dieser Welt und die blühende Landschaft ist auch bei den Radtouristen ein beliebtes Revier: Violette Lavendelfelder, die Weinberge der Päpste, imposante Bauwerke, weiße Pferde und rosa Flamingos begleiten uns die kommenden Tagen auf der geführten Fahrradtour durch die Bilderbuch-Region von Frankreich. Schon der Dichter und Literaturnobelpreisträgers Frédéric Mistral (1830-1914) beschrieb seine provenzalische Heimat als „Sonnenreich und von den Göttern bevorzugt“. Acht Tage und 272 Kilometer werden wir diesen Spuren folgen.

Die Anreise erfolgt über Lyon. In der Altstadt, welche zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, wird die 2000-jährige Geschichte erlebbar. „Früher war Lyon eine leuchtende Stadt, denn die gelben Häuser haben dominiert“, erzählt Stadtführerin Anneliese Dogas, die die Gruppe über die kopfsteingepflasterten Straßen durch geheimnisvolle Hinterhöfe und verwinkelten Tunnelgänge (Traboules) zwischen den Häusern führt. Lyon ist auch Hauptstadt der französischen Gastronomie. Daher sollte man einer der „Bouchons“ (Gaststätten), die Spezialitäten aus der Region probieren.
Auftakt der Reise ist Orange. Dort warten die Guides Florian Wöllfert und Pit Giesen mit den Rädern auf ihre Reisegruppe, welche aus insgesamt 15 Personen besteht. Die Stadt ist ein lebendes Erbe der Weltgeschichte. Unzählige Gäste kommen jedes Jahr, den Arc de Triomphe auf der alten Via Appia und das Römische Theater mit seinen Sommer-Festspielen zu bestaunen. In einer Nische der Mauer, die König Ludwig XIV. die „schönste seines Königsreichs“ genannt hat, steht die Statue von Kaiser Augustus, der der Provence seinen Stempel aufgedrückt hat, und dem wir auf unserer Tour noch öfter begegnen werden.
Weiter geht es durch die Weingärten der Päpste um Châteauneuf-du-Pape. Beim Anblick des Mont Ventoux (1912m) – für „Tour de France“-Teilnehmer der Berg der Leiden – ist gut zu wissen, dass unser Etappenziel nur fünf Kilometer entfernt ist. Das Landhotel hat auch einen Swimmingpool, in dem sich die müden Radlerbeine „sich abkühlen“ können.

Fotos: Letzeisen

Fotos: Letzeisen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das nächste Ziel ist Avignon – die Stadt der Päpste. Ab jetzt wird uns die Rhône, die Lebensader des Südens, dauerhaft begleiten. Am Fluss entlang geht es durch kleine Dörfer, vorbei an Obstplantagen und Weinbergen. In Avignon, der einstigen Welthauptstadt des Christentums, gibt es eine der berühmtesten Brücken der Erde zu bestaunen. Die Pont Saint-Bénézet ist heute das Wahrzeichen der Stadt.
Im unvergleichlichen Licht des Südens führt die Reise am frühen Morgen durch die nach Kräutern duftende Montagnette zur Abtei Notre-Dame Saint-Michel de Frigolet. In der Klosterschule lebte einst auch der Dichter Frédéric Mistral.
Mit dem Mistral im Rücken geht es am nächsten Morgen durch die fruchtbare Rhône-Ebenen bis zur Höhlenabtei St. Roman. Gut gestärkt vom Picknick, das Pit wie jeden Mittag auch dieses Mal an einem idyllischen Rastplatz bereitet hat, geht es weiter in Richtung Arles, der Stadt Vincent van Goghs und das Tor zur Camargue. Über 300 Bilder hat der Künstler in den 15 Monaten in Arles gemalt, aber nur eins verkauft. In Arles gabelt sich der Fluss in Grand und Petit Rhône und breitet sich bis ans Mittelmeer zu einem Delta aus.

Von hier führt der Weg entlang der Rhône durch die nördlichsten Reisanbaugebiete der Welt. Vorbei an leuchtenden gelben Sonnenblumenfelder und grünen Weinbergen, wo sich die Salzkristalle aus der Luft auf den blauen Trauben abgesetzt haben und in der Sonne funkeln. Die letzte Etappe führt nach Saint-Gille, das andere Tor zur Camargue. Die Stadt am Jakobsweg verzaubert mit ihrem morbiden Charme. Nach einer ausgiebigen Pause am Sandstrand heißt es ein letztes Mal in die Pedale treten. In Nîmes, dem „französische Rom“, treffen wir ein letztes Mal auf Kaiser Augustus, bevor wir unsere Fahrräder wieder zurückgeben müssen.

Preis:
Die achttägige Fahrradtour „Provence“ ab/bis Lyon
ist zum Preis ab 1.545,00 Euro pro Person im
Doppelzimmer unter www.dielandpartie.de buchbar

Fotos: Letzeisen

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