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Grrrr, wauu, kratz!

© Fotos: Katze: Andrey Kuzmin_depositphotos.com

Manchmal sind sich Hund und Katz nicht ganz grün. Sie verstehen sich einfach nicht und es kommt immer wieder zu Reibereien. Gerade dann, wenn zum Beispiel eine Katze schon lange Teil der Familie ist und plötzlich ein junger Hund dazukommt, der natürlich auch noch jede Menge Aufmerksamkeit bekommt. Dennoch kann man einiges tun, um den Hausfrieden wiederherzustellen und zu erhalten.

Doch wo liegt das Problem? Es handelt sich in den meisten Fällen um schlichte Verständigungsprobleme. Ein Hund kommuniziert nun mal ganz anders als eine Katze, die etwa schnurrt, um Zufriedenheit zu äußern. Beim Hund bedeutet ein Knurren alles andere als Wohlbefinden. Hier geht es um eine Warnung, die besagt: bis hierher und nicht weiter. Abgesehen von den Kommunikationsproblemen stehen beide Tiere in Konkurrenz. Bei den Wildtieren geht es ums Überleben: Wolf und Wildkatze etwa sind in der Natur keine Freunde und bevorzugen zum Teil die gleiche Beute. Unsere Haustiere haben sich natürlich in eine ganz andere Richtung entwickelt und sind auf uns geprägt und angewiesen. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, Hund und Katze aneinander zu gewöhnen, leben sie in einem Haushalt. Irgendwann schlummern sie vielleicht friedlich ein einem Körbchen. Dabei spielt die Gewöhnung eine ganz entscheidende Rolle.

Für die Fellnasen ist es stressig, wenn ein neues Tier ihr Territorium in Beschlag nimmt. Durch Ihr Auftreten können Sie die Situation entscheidend entschärfen, in dem Sie Ruhe bewahren und sicher auftreten. Das überträgt sich auf die Tiere und nimmt die Anspannung. Seien Sie gelassen und vermeiden Sie zu viel Unruhe. Geben Sie den Vierbeinern Zeit, sich aneinander zu gewöhnen. Das kann schon einige Zeit in Anspruch nehmen. Es ist sogar möglich, dass Sie meinen, die Situation sei gemeistert und es passieren doch Rückschläge. Je besser beispielsweise ein Hund aufs Wort hört, je einfacher wird es, ihn an die Katze und umgekehrt zu gewöhnen. Behalten Sie die Kontrolle. Einerseits sind beide Hausgenossen neugierig, aber andererseits auch ängstlich. Eine Möglichkeit ist es, den Hund am ersten Tag der Begegnung im Raum anzubinden und dann erst die Katze hereinzulassen. Streicheln Sie beide Tiere abwechselnd und belohnen Sie beide mit einem Leckerli. Selbstverständlich darf der Hund nicht gelobt werden, wenn er anfängt an der Leine zu ziehen und die Katze jagen will. Sie können ihn dann ablenken. Auch die Katze darf nicht machen, was sie will und beispielsweise den Hund kratzen. Lassen Sie das nicht zu und vor allem, üben Sie jeden Tag, bis die beiden sich friedlich verhalten. Sie werden sehen, dass sich nach einer Weile die Streitereien in Luft auflösen. Wichtig ist auch, dass jedes Tier eigene Futter- und Wasserschüsseln hat, die für den anderen nicht zugänglich sein sollten.
Vielleicht trauen Sie irgendwann Ihren Augen nicht, wenn Hund und Katze ein gemeinsames Mittagsschläfchen halten.

© Fotos: Katze: Andrey Kuzmin / depositphotos.com

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