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Studieren in Lübeck – Stolperstein Wohnungssuche?

Lübeck ist beliebt – die Stadt verzeichnet einen anhaltenden Zuzug. Überraschenderweise sind es nicht nur Bewohner aus dem Umland, die ihren Wohnsitz dauerhaft in die Hansestadt in der Lübecker Bucht verlegen. Immer mehr junge Leute zieht es zum Arbeiten und Lernen hierher, denn die gute Infrastruktur und das vielfältige Kulturangebot machen die Stadt und ihre Hochschulen auch für Studieninteressierte von außerhalb attraktiv.

Was die Stadt und ihre Universitäten als Erfolg für sich verbuchen können, erweist sich für die Neuimmatrikulierten zu Beginn ihres neuen Lebensabschnitts zunehmend als Erschwernis: Die Stadt wächst, aber die Anzahl der Neubauten hält mit der Anzahl der Neuzugezogenen nicht Schritt. Auch in den nächsten Jahren ist mit einer Zunahme an Studierenden zu rechnen. Allein die Universität zu Lübeck verzeichnete im Wintersemester 2018/19 rund 5.000 Studierende, an der Technischen Hochschule Lübeck studierten im Semester zuvor knapp 4.700 junge Menschen. Hinzu kommen noch die Musikhochschule der Hansestadt und die Fachhochschulen. Diese Zahlen mögen im Vergleich mit den Universitäten in Hamburg oder Berlin niedrig erscheinen, doch sind sie in Relation zur Gesamteinwohnerzahl von etwas über 220.000 Menschen (Stand: Ende 2016) zu sehen.

Zunehmend erweisen sich deshalb nicht ein Numerus clausus oder sonstige Aufnahmebedingungen als Hürde für den Studienbeginn. Vielmehr finden die jungen Menschen schlicht keine Wohnung. Dabei ist weniger die Miethöhe das Problem. Laut dem Wohnungsmarktbericht für 2016 kostet der Quadratmeter in Lübeck im Durchschnitt knapp 5,5 Euro Kaltmiete – das sind Preise, von denen Studierende in München, Berlin oder Hamburg nur träumen können. Vielmehr sind kaum kleine Wohnungen zu finden; im Jahr 2016 waren überhaupt nur 2,3 Prozent der Wohnungen mit 1 bis 2 Zimmern bzw. mit bis zu 50 m2 Wohnfläche auf dem Markt. Einen Eindruck davon, wie gering das Angebot derzeit ist, vermitteln die Suchergebnisse auf Portalen wie immonet.de oder meinestadt.de. Die Lage auf dem hiesigen Wohnungsmarkt wird sich auch nicht so schnell entspannen, Prognosen gehen mindestens für die nächsten sechs Jahre von einem steigenden Zuzug nach Lübeck aus.

Doch Studierenden stehen Alternativen offen. Sie können sich beispielsweise beim Studentenwerk Schleswig-Holstein um einen Platz in einem der vier Studentenwohnheime bewerben; zur Verfügung stehen Einzelapartments und Zimmer in WGs. Allerdings ist die Nachfrage hoch, weswegen eine frühzeitige Bewerbung dringend zu empfehlen ist. WG-Zimmer in Privatwohnungen werden auf Portalen wie WG-Gesucht.de oder wg-suche.de vergleichsweise zahlreich angeboten. Doch nicht jeder hat Lust, sich zusätzlich zur Orientierungsphase an der Uni den Stress diverser „Castings“ anzutun. Viele liebäugeln deswegen mit der Idee, gleich mit Freundinnen und Freunden eine eigene WG zu gründen.

Für Wohnungen mit drei und mehr Zimmern gibt es in Lübeck ein deutlich größeres Angebot. Küche und Bad sollten genügend Platz für die Utensilien mehrerer Bewohner bieten, die Wohnung sollte kein Durchgangszimmer aufweisen und die Zimmer sollten so geschnitten sein, dass sich niemand benachteiligt fühlt. Damit die Miteinziehenden einen Eindruck von den infrage kommenden Wohnungen bekommen, sind Screenshots hilfreich; eine Anleitung für Screenshots unter Windows gibt es im Digital Guide von ionos.de. Diese Vorgehensweise bietet sich insbesondere dann an, wenn noch gar nicht alle zukünftigen Mitbewohner in Lübeck sind – in diesem Fall wird es nämlich schwierig, sich zu einer Recherche-Session um den Computer zu versammeln. Auch der E-Mail- oder Whatsapp-Verkehr mit dem Vermieter lässt sich per Screenshot mit den anderen teilen. Ein ähnliches Verfahren bietet sich an, wenn nicht alle zukünftigen Mitbewohner an der Wohnungsbesichtigung teilnehmen können: einfach Fotos machen, rumschicken und Meinungen einholen.


Bildrechte: Flickr Lübeck Metro Centric CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

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