Der Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals nimmt Fahrt auf: Mit einer halben Milliarde Euro soll nun die letzte Engstelle verbreitert werden. Mit 30.000 Schiffspassagen im Jahr ist der Nord-Ostsee-Kanal (NOK) die meistbefahrene künstliche Wasserstraße der Welt. Auf knapp 100 Kilometern verbindet der Kanal die Nordsee an der Elbmündung mit der Kieler Förde an der Ostsee – und spart den passierenden Schiffen damit rund 460 Kilometer Umweg um Jütland herum. Nun soll der östliche Teil der Strecke zwischen Königsförde und Schwartenbek ausgebaut werden. In den kommenden zehn Jahren investiert der Bund rund 500 Millionen Euro in die rund zwanzig Kilometer lange Wasserstraße.
In Großkönigsförde haben Ministerpräsident Daniel Günther, Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer und der Präsident der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt, Professor Dr. Hans-Heinrich Witte, den ersten Spatenstich für das Großprojekt gesetzt. „Damit beginnt eine wichtige Ausbau-Etappe des Nord-Ostsee-Kanals“, sagte der Regierungschef. Der NOK sei eine Lebensader für Schleswig-Holstein und für die ganze Wirtschaft in Nordeuropa. „Der Ausbau nimmt mit der weiteren Schleusenkammer in Brunsbüttel und dem Oststrecken-Abschnitt die langersehnte Fahrt auf.“ Mal gucken, wie lange es dauern wird.
Ausbau Nord-Ostsee-Kanal: Ministerpräsident Daniel Günther (v. l.), Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer und der Bundestagsabgeordnete Johann Wadephul am Nord-Ostsee-Kanal
© Foto: Staatskanzlei Kiel