Familiendinner + Der Hexer
Mit „Familiendinner“ erwartet Sie eine Komödie von Pascal Rocher und Joseph Gallet. „Warum haben meine Eltern mir nicht das Fahrradfahren beigebracht? Mir nicht erklärt, wie man Babys macht? Mich nicht zusammengestaucht, wenn ich um drei Uhr nachts heimkam? Warum wurde ich nicht fürs Shit-Rauchen bestraft?“ Alexandre sieht in seinem 30. Geburtstag eine Chance, seine seit langem getrenntlebenden Eltern unter einem frechen Vorwand zu sich einzuladen und sie mit der langen vermiedenen Begegnung zu konfrontieren. Diese Komödie aus Frankreich zeigt einmal mehr, dass es den Franzosen besonders gelingt, Pointen und Tiefsinn in einem Stück zu vereinen. Ein echtes Unterhaltungsjuwel! Das Stück läuft zurzeit in der Comödie Lübeck.
Ebenfalls in der Comödie steht „Der Hexer“ auf dem Programm. „Hallo, hier spricht Edgar Wallace!“ – ein Intro, dass die Herzen von Krimifans höherschlagen lässt. Wer kennt sie nicht, die bekannten Geschichten aus dem Londoner Nebel? Die Begeisterung für Edgar Wallace ist bis heute ungebrochen. Sein bekanntester Schurke, der „Hexer“, sorgt nun anlässlich des 100-jährigen Jubiläums für Hochspannung in der Comödie Lübeck. Gwenda Milton, die Schwester des berüchtigten „Hexers“, wird tot aus der Themse geborgen. Der zwielichtige Anwalt Maurice Messer, bei dem sie als Sekretärin angestellt war, scheint an diesem Vorfall nicht unschuldig zu sein. Die Uraufführung jährt sich 2026 zum 100. Mal! Infos unter www.comödie-lübeck.de.
Nordische Filmtage
Die 68. Nordischen Filmtagen, die vom 4. bis 8. November in Lübeck stattfinden, widmen sich u. a. anlässlich des 125. Jubiläums von Thomas Manns Buddenbrooks in der Retrospektive Familienangelegenheiten. Unter dem Titel Buddenbrooks p:reloaded stehen Thomas Manns literarische Vorbilder aus Skandinavien und deren Weiterentwicklungen im nordischen Kino im Fokus. Zwei Jahre nach der erfolgreichen Zusammenarbeit zum 100-jährigen Jubiläum von Thomas Manns Epochenroman Der Zauberberg kooperiert das Festival dabei erneut mit den Lübecker Museen. Thomas Manns großer Familienroman Buddenbrooks erschien im Jahr 1901. Dieses Datum würdigt das Buddenbrookhaus mit der Ausstellung Family Affairs, die am 30. Oktober im St. Annen-Museum eröffnet wird. Außerdem ist bei den diesjährigen Filmtagen ein Programm wichtig, das sámi Filmschaffende darin stärkt, ihre Geschichten aus eigener Perspektive zu erzählen. Zugleich verweisen sie auf die zentralen Anliegen ihrer Arbeit: kulturelle wie narrative Souveränität und den Aufbau nachhaltiger Strukturen in der Filmbranche. Dazu würdigen die 68. Nordischen Filmtage Lübeck die sámi Filmmanagerin und Leiterin des International Sámi Film Institute, Anne Lajla Utsi, für ihr Lebenswerk.

Im Rahmen der Eröffnung am 4. November im CineStar Filmpalast Lübeck wird ihr als zentrale Akteurin des sámi Filmschaffens und als internationale Botschafterin des indigenen Kinos der Ehrenpreis des Festivals verliehen. Das gesamte Programm wird Anfang Oktober veröffentlicht. Infos unter www.nordische-filmtage.de.
Idomeneo + Schwanensee
Zwei große Themen unserer Zeit stecken für Regisseur Philipp Himmelmann in Mozarts frühem Meisterwerk „Idomeneo“: der Mensch, der sich an der Natur versündigt, sie ausbeutet und glaubt, mit ihr verhandeln zu können. Und der Konflikt zwischen den Generationen. Wie gehen wir mit einer beschädigten Welt um? Und welche Zukunft hinterlassen wir der nächsten Generation? Zum Inhalt: Schuldbeladen kehrt König Idomeneo aus dem Krieg heim und muss ein grausames Versprechen erfüllen: den ersten Menschen opfern, dem er begegnet. Es ist sein eigener Sohn … Die musikalische Leitung der Oper in drei Akten hat Stefan Vladar. Premiere ist am 2. Oktober und 19:30 Uhr im Großen Haus des Theater Lübeck. Tickets bei bekannte Vorverkaufsstellen und unter www.theaterluebeck.de. Freuen Sie sich auf „Schwanensee“, ein Tanztheater nach der Ballettmusik von Peter Tschaikowsky. Die Tanzcompagnie des Volkstheater Rostock nimmt sich in dieser Koproduktion der Geschichte des berühmten Balletts „Schwanensee“ von Peter Tschaikowsky neu an – nicht mit den vielfachen Schwänen im Corps de Ballet der großen Häuser, sondern mit ausdrucksstarken Tanzsolistinnen und Tanzsolisten sowie mit einer virtuosen Choreografie von Gonzalo Galguera, die das alte Märchen neu erzählt. Das Philharmonische Orchester der Hansestadt Lübeck begleitet live unter Leitung von Takahiro Nagasaki. Die Aufführung dieses Klassikers ist für Familien besonders geeignet. Premiere ist am 17. Oktober um 19:30 Uhr im Großen Haus des Theater Lübeck. Karten und Infos unter www.theaterluebeck.de.

Schauspiel + Konzert
Mit frechem Witz, überraschenden Songs und blitzschnellen Rollenwechseln nehmen fünf Dienstmädchen Jane Austens berühmte Liebesgeschichte von Elizabeth Bennet und Fitzwilliam Darcy in die Hand und erzählen, wie es
wirklich war – aus ihrer Sicht. Freuen Sie sich auf das Schauspiel „Stolz und Vorurteil* (*oder so)“ von Isobel McArthur nach Jane Austen. In dieser rasanten Neuinterpretation von Isobel McArthur wird geliebt, gelästert, gesungen (emotionale Ausbrüche werden von der Live-Band begleitet) und gestritten. Noch nie hat die Entlarvung gesellschaftlicher Konventionen mehr Spaß gemacht. Premiere ist am 30. Oktober um 20 Uhr in den Kammerspielen des Theater Lübeck. Karten und Infos unter www.theaterluebeck.de.

Das 2. Sinfoniekonzert mit Werken von Peter Tschaikowsky und Dmitri Schostakowitsch ist am 25. Oktober um 11 Uhr und am und am 26. Oktober um 19:30 Uhr im Konzertsaal der Musik- und Kongresshalle zu erleben. Wenn Menschen ihre Persönlichkeit nicht frei entfalten dürfen, Empfindungen verbergen und sich ständig anpassen und verstellen müssen, hinterlässt das Spuren. Peter Tschaikowsky und Dmitri Schostakowitsch kannten diese psychische Belastung — jeder auf seine Weise. Der eine konnte seine Homosexualität im zaristischen Russland nicht offen leben, der andere stand unter dem Druck der sowjetischen Diktatur und ihrer Kulturpolitik. Die Werke im 2. Sinfoniekonzert entstanden in Momenten des Umbruchs, des Rückzugs und Innehaltens. Informationen und Karten im Web unter www.theaterluebeck.de.
The geratest Show on Earth

Bist du es wert? fragt the greatest Show on Earth in einer Uraufführung von Annette. Flüstert in deinem Kopf auch manchmal eine Stimme zu dir? „Bin ich gut genug?“, „Reiche ich aus?“, „Verdiene ich das wirklich?“ Ladies und Gentleman und alle dazwischen und außerhalb, herzlich willkommen! Sei Teil eines Gedankenspiels, das nur scheinbar wie das echte Leben ist. Aber Achtung: Es gibt nur einige Auserwählte, die teilnehmen und gewinnen können, die anderen schauen zu, wie die anderen teilnehmen und gewinnen können. Es locken großartige Gewinne in unserer Lotterie des Lebens. Aber wie findest du heraus, was du mindestens wert bist und was in dir steckt? Über Geld spricht man nicht? Wir schon! Denn am Ende geht es immer ums Geld. Immer. Wiederaufnahme ist am 9. Oktober um 20 Uhr in der Essigfabrik. Karten und Infos unter www.theaterluebeck.de. Mit „Changers“ nach der gleichnamigen Jugendbuchreihe von T. Cooper und Allison Glock-Cooper findet ein Spielclub für alle ab 15 Jahren statt. Stell dir vor, du wachst eines Morgens auf, schaust in den Spiegel und alles ist anders: dein Gesicht, dein Körper, deine Haare, deine Größe. Und: Du darfst niemandem von dieser Verwandlung erzählen. Regisseurin Catrin Mosler mit Jugendlichen ab 15 Jahren mit Fragen nach Identität, Rollenbildern, Erwartungen und Zuschreibungen. Premiere ist am 17. Oktober um 16 Uhr im Studio des Theater Lübeck. Karten und Infos unter www.theaterluebeck.de.
Hier sünd se richtig
Der gleichnamige Schwank mit der Niederdeutschen Bühne Lübeck erzählt von vier Frauen, die gemeinsam unter einem Dach in einem Appartement leben. Jede von ihnen hat ein völlig unterschiedliches Problem und beschließt – ohne das Wissen der anderen – am selben Tag eine anonyme Kleinanzeige in der Zeitung aufzugeben: Emma (ehemalige Bühnendiva) sucht einen neuen Mieter. Gabi (eine exzentrische Malerin) sucht ein muskulöses Aktmodell für ihr Spartakus-Gemälde. Cäcilie (die schüchterne Klavierlehrerin) sucht einen neuen Klavierschüler. Bertha (das resolute Hausmädchen) sucht einen Ehemann zum Heiraten. Das Chaos ist perfekt, als nacheinander die vier männlichen Interessenten eintreffen. Die Aufführung findet in den Kammspielen des Theater Lübeck statt. Infos gibt es unter www.theaterluebeck.de. Am 30. Oktober um 20 Uhr erwartet das Publikum mit “Miss Daisy und ihr Chauffeur“ ein Klassiker des Theaters im Theatersaal an der Jacob-Lienau-Schule in Neustadt. Leider sind die Themen Rassenhass und Ausgrenzung noch immer aktuell. Atlanta, Georgia, 1948: Miss Daisy ist eine 72-jährige pensionierte Schullehrerin. Nachdem sie eines Tages mit ihrem Auto einen Unfall verursacht hat, kauft Sohn Boolie ihr einen neuen Wagen und engagiert vorsichtshalber den Schwarzen Hoke Coleburn als Chauffeur. Hoke, mit seinen 60 Jahren selbst nicht mehr der Jüngste, ist ein ruhiger, lebenskluger Mann und somit der ideale Gegenpart zur egozentrischen Miss Daisy, die sich hartnäckig weigert, seine Dienste in Anspruch zu nehmen. Infos und Karten unter www.stadt-neustadt.de.
