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Zur Entschleunigung nach Boa Vista

Foto: RIU Hotels

Auf der Suche nach Sonne, Meer und Strand zieht die Reisekarawane westwärts. Viele Deutsche bevorzugen
die Kanaren, um Sonne zu tanken. Wem Teneriffa, Gran Canaria oder Fuerteventura zu überlaufen sind, der findet auf den Kapverden eine gute Alternative.

Der Archipel vor Westafrikas Küste kann wettertechnisch mit den Inseln des „ewigen Frühlings“ locker mithalten. Und was die Strände anbelangt – Inseln wie Boa Vista ähneln Sandbänken im Großformat – umgeben vom kristallklaren Wasser des Atlantiks.
Boa Vista ist ein neues Trendziel: Das Kapital der drittgrößten Kapverden-Insel, sechs Flugstunden von Deutschland entfernt – sind ihre Sandstrände und die bizarre Vulkanlandschaft, vor allem jedoch ist es ihre Ursprünglichkeit.
Dichtes Gedränge herrscht an diesem Vormittag in der Markthalle von Sal Rei, der kleinen Hauptstadt von Boa Vista. Aus den Boxen eines alten Transistorradios erklingt ein Lied von Cesária Évora (1941-2011) – die Stimme der Kapverden. Die „barfüßige Diva“ wollte mit ihrer Musik, die dem portugiesischen Fado ähnelt, ihren Landsleuten Hoffnung auf eine bessere Zukunft machen.
Obwohl die Kapverden zu den ärmsten Ländern der Welt gehören, sind die Einheimischen ein lebensfrohes und freundliches Volk mit lebhaftem Temperament. Die Marktfrauen im Mercado Municipal preisen im Erdgeschoss der Halle lautstark ihre Frischware an. Obst, Gemüse, Käse – alles, was auf der Insel wächst oder produziert wird, gibt es in der Markthalle zu kaufen. Im ersten Obergeschoss ist die Souvenir-Abteilung untergebracht: Holzschalen, Trommeln, bunte Tücher, Muschelketten, Voodoo-Masken – die Nähe der Kapverden zu Afrika ist unübersehbar.

Der Archipel im Atlantik besteht aus mehreren kleinen Inseln, von denen allerdings nur neun bewohnt und allesamt vulkanischen Ursprungs sind. Jedes Eiland hat sein eigenes Gesicht und Boa Vista gilt mit über 50 Kilometern Sandstrand als das „Planschbecken“ der Inselgruppe. Hinzu kommt, dass die Insel unter Kennern gern mit den Kanaren vor dem Einzug des Massentourismus verglichen und als neues Trendziel für einen erholsamen Urlaub unter ewiger Sonne gehandelt wird.
Auf Boa Vista gibt es die schönsten Strände der Kapverden. Die kilometerlange Praia de Santa Mónica ist die ungekrönte Königin unter den feinsandigen Liegewiesen. Wer sich dort sonnt, hat gute Chancen, ungestört zu bleiben – abgesehen von neugierigen Strandbewohnern wie den Krebsen.
Die himmlische Ruhe und Abgeschiedenheit sind auch ein Grund dafür, warum an der Praia de Ervatão und an anderen Naturstränden der Insel jedes Jahr von Juli bis Oktober unzählige Meeresschildkröten an Land gehen. Da die Unechte Karettschildkröte vom Aussterben bedroht ist, sollte man diese Strandabschnitte nur während eines geführten Ausfluges aufsuchen. Der Osten der Kapverden gilt als weltweit drittgrößte Brutstätte für den Caretta-Caretta-Nachwuchs. Sobald die Schildkröten-Babies aus ihrem Ei geschlüpft sind, peilen sie das Meer an, das sie mit etwas Glück wohl behalten erreichen.

Weniger Glück hatte 1963 die Besatzung der „Cabo de Santa Maria“. Das spanische Schiff ist damals vor dem Strand von Boa Esperança auf Grund gelaufen und mit den Jahren durch die heftige Brandung in zwei Teile zerbrochen. Noch heute zählt das verrostete Wrack des Frachters zu den schönsten Foto-Motiven der Insel.
Zurück in der Zivilisation wartet die alte Insel-Hauptstadt Rabil auf die Besucher: Vom verschlafenen 800-Seelen Dörfchen, dessen Bewohner für ihre Töpferkunst bekannt sind, hat man einen grandiosen Blick auf eine Palmen-Oase. Nordöstlich des Dorfes erheben sich majestätisch die weißen Dünen der Viana-Wüste. Sahara-Feeling pur auf Boa Vista: Schuhe ausziehen und auf dem heißen Sand schlendern, Wellness für die Füße auf kapverdisch – ein herrliches Gefühl.
Getoppt wird dieses Entschleunigungs-Programm nur noch von einer inseltypischen Cabo-Verde-Massage im Spa des „RIU Touareg“. Das Vier-Sterne-plus-Hotel mit seinen ockerfarbenen Mauern wirkt wie eine orientalische Medina inmitten der kargen Mondlandschaft. Familien, Paare und Singles, die im „Touareg“ wohnen, erwarten sämtliche Annehmlichkeiten. Und Dank der getrennten Family & Kids- und Adults Only-Bereiche natürlich auch eine herrliche Ruhe. Nicht zu vergessen die schöne Aussicht, wenn die Sonne abends im Meer versinkt und den goldgelben Hotelstrand in ein Feuerrot taucht.

Reiseinformationen in Kürze
Anreise: Die Flugzeit nach Boa Vista dauert rund 7 Stunden.
Direktverbindungen gibt es z.B. ab Hamburg mit TUIfly ab 149,99 Euro pro Strecke.

Hotel: Eine Übernachtung im 4* Hotel Touareg mit All inclusive Verpflegung gibt es schon ab 54,00 Euro pro Person im Doppelzimmer. Mehr Infos unter www.riu.com

Pauschalangebot: Eine Woche im 4* Hotel Touareg mit All inclusive, Transfers und Flug ab/bis Hamburg ist zum Preis von 955,00 Euro pro Person im Doppelzimmer buchbar. Infos und Buchungen unter www.tui.com

Foto: RIU Hotels

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