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Sonderausstellung im Buddenbrookhaus

© Fotos: Peter Eickmeyer

„Im Westen nichts Neues“: Der Titel des berühmtesten Buchs von Erich Maria Remarque ist mittlerweile selbst zu einem pazifistischen Schlagwort geworden. Sein klares Plädoyer gegen den Krieg ist heute zeitgemäßer denn je. Mit Übersetzungen in über 60 Sprachen ist „Im Westen nichts Neues“ eines der meistverkauften Bücher weltweit und gilt als Ikone des Antikriegs-Romans.

Übersetzt wurde es aber nicht nur in andere Sprachen, sondern in Form von Verfilmungen, Hörspielen und Theaterfassungen ebenso in verschiedene Medien. So bleibt Remarques Roman inhaltlich, aber auch durch neue Bearbeitungen stets aktuell. In der neuen Sonderausstellung des Buddenbrookhauses „Im Westen nichts Neues“ – Remarques Roman in Text und Bild (Laufzeit: bis 15. April) in Kooperation mit dem Erich Maria Remarque-Friedenszentrum werden der Autor Remarque und die Entstehung und Rezeption von „Im Westen nichts Neues“ in Bild und Text vorgestellt. Außerdem werden Originalbilder der gleichnamigen Graphic Novel von Peter Eickmeyer und Gaby von Borstel (2014) zu sehen sein, die wesentliche Motive des Originalromans aufgreift, vertieft und weitererzählt – der Roman wird so in der Übertragung in ein anderes Medium neu erfahrbar.

„Die Ausstellung wählt mit der Graphic Novel bewusst einen Bereich, in dem Literatur und bildende Kunst zusammentreffen – und in dem der Roman über den Ersten Weltkrieg aus heutiger Sicht betrachtet wird. Zwischen dem Ersten Weltkrieg und uns liegen 100 Jahre – trotzdem mahnen Roman und Graphic Novel eindringlich vor den Grausamkeiten des Krieges und erinnern an die Notwendigkeit einer engagierten Friedenspolitik“, so Dr. Birte Lipinski, Leiterin des Buddenbrookhauses. Ein Lektürebereich mit weiteren Graphic Novels auch zu zeitgenössischen Konflikten regt die Besucherinnen und Besucher an, sich mit aktuellen Fragen zu ziviler Konfliktprävention und dem Verhältnis von Gewalt und Medien auseinanderzusetzen. Anlässlich der hundertjährigen Wiederkehr des Kriegsendes 1918 lässt sich der gesellschaftliche und persönliche Weg vom Krieg zum Frieden reflektieren. Finissage wird am 14. April um 15 Uhr im Buddenbrookhaus sein. Der Comicautor Sylvain Mazas hat drei Monate im Libanon gelebt.

Aus seinen Erfahrungen in dieser Zeit hat er das Buch „Dieses Buch sollte mir gestatten den Konflikt in Nah-Ost zu lösen, mein Diplom zu kriegen und eine Frau zu finden“ geschrieben und gezeichnet. Entstanden ist ein zugleich humorvoller wie tiefgründiger Guide für Weltverbesserer. Dieses gleichermaßen politische wie philosophische Buch präsentiert Sylvain Mazas im Rahmen eines „Illustrated Reading“, in dem er seine Gedanken parallel zeichnet und erklärt. Weitere Infos erhalten Sie im Internet unter www.museen.luebeck.de.

© Fotos: Peter Eickmeyer

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