ANZEIGE

Interview – Im Gespräch mit Manuela Thoma-Adofo

© Foto: Filipe-Ribeiro.com

Die Autorin aus Bayern ist amtierende „Miss 50plus Germany 2018“. In unserem Talk verriet sie uns, wann eine Frau ihrer Meinung nach das Zeug dazu hat, diesem Titel gerecht zu werden und was ihr persönliches Schönheitsrezept ist…

Guten Tag Frau Thoma-Adofo. Wie sah Ihr Tag bisher aus?
Eigentlich ganz entspannt. Um sechs Uhr aus dem Bett, Frühstück mit meinem Lebensgefährten und meiner Tochter, dann Küche fertig streichen (Ich mach im Haushalt so ziemlich alles außer Starkstrom-Reparaturen). Dann Fertigstellung des Manuskripts „Sterben an meiner Seite – aus dem Leben einer Hospizhelferin“ (Kösel Verlag) und jetzt unterbreche ich die Arbeit am Manuskript „Bulli-Camping für Anfänger oder „Nein, hier gibt’s kein Klo“, um dieses Interview zu beantworten. Der Tag ist noch jung.

Kommen wir zu der Frage, die wohl den meisten Frauen unter den Nägeln brennt: Was ist Ihr Schönheitsgeheimnis?
Ich bin glücklich. Ganz einfach. Ich habe zwei gesunde eigene Kinder und drei wunderbare „Beutekinder“, lebe in einer Beziehung, die auf Respekt, Liebe und Verständnis basiert, bin selber gesund und habe neben meinem Beruf als Autorin noch meine Berufung als Hospizhelferin. Ich habe jeden Tag zu essen, ein Dach über dem Kopf und ein Bett, in dem ich schlafen kann. Also habe ich jeden Grund dankbar und glücklich zu sein und das strahle ich auch aus. Meiner Meinung nach ist Schönheit unabhängig von Kleidergröße, Haarfarbe und Alter, da sie von innen kommt. Jedes natürliche Lachen ist schöner als das beste Make-up. Wenn es nun aber doch ein Geheimnis sein soll, dann ist es Kokosöl. Ein Naturprodukt, das ich für die Haut- und Körperpflege verwende. Bekommt man überall. Nach dem Duschen auf die Haut, vor dem Waschen ins Haar. Fertig.

Was hat sich nach der Auszeichnung zu „Miss 50plus Germany 2018“ in Ihrem Leben verändert?
Der Titel bringt mir weit mehr Spaß und Freude, als ich es für möglich gehalten habe. Es haben sich zahlreiche neue Kontakte ergeben. Ich bekomme als „Botschafterin der Hospizhilfe“ viel Zuspruch und Interesse und kann somit diese Herzensangelegenheit nach außen tragen. Und Frauen über 50 schreiben mir, dass sie sich durch meine Art gut vertreten fühlen. Das macht mich stolz. Es haben sich aber auch alte Kontakte wiedergefunden. Zum Beispiel wurde ich von der Tochter meiner ehemaligen Erstklasslehrerin angeschrieben. Sie bat um signierte Bücher für ihre Mutter. Diese, meine erste Lehrerin, hat mich in der Presse wiedererkannt und zu Hause stolz über mich berichtet. Das hat mich dann doch sehr berührt. Und was mich natürlich am meisten freut ist, dass ich durch diese Form der Bekanntheit zahlreiche neue Leser für meine Bücher gefunden habe.

Was darf in einem gut sortierten Kleiderschrank nicht fehlen?
Zwei Paar gutsitzende Jeans, zeitlose Blusen, ein Abendkleid, das man auch noch in zwanzig Jahren tragen kann und eines, das man nur ein einziges Mal trägt. Bleistiftröcke und ein oder zwei Kostüme.

Welche Botschaft haben Sie für Frauen jenseits der 50?
Ihr seid perfekt, wie ihr seid. Es ist nicht euer teures Kleid, es sind nicht eure tollen Schuhe oder das Beautyprodukt, das ihr benutzt. Es ist euer wunderbares Lachen, die kleinen Fältchen um die Augen, eure schönen Hände, der tolle Gang, die Sommersprossen auf eurer Stirn oder die Art, wie ihr den Kopf zur Seite neigt. Mit jedem Tag Leben habt ihr mehr, was ihr ausstrahlen könnt. Und das ist es, was euch einzigartig macht.

Sie sind Autorin und haben einige Bücher veröffentlicht. Dabei ist der Themenbereich nicht festgelegt – vom spannenden Krimi über Ratgeber bis hin zur Satire ist alles dabei. Woher kommt Ihre Inspiration?
Mit „Paula und der Wassergeist“(2018), „Der Fall A.“ (2015) und der Serie „33 Grausamkeiten“ (2016) bin ich allein schon im Kinderbuch-, Thriller- und Kurzgeschichtenmarkt gut vertreten. Außer den Büchern, die ich unter meinem Namen veröffentlicht habe, bin ich auch an zahlreichen anderen Projekten als Ghostwriterin beteiligt. Meine Inspiration nehme ich aus meiner Umwelt. Bei den „33 Grausamkeiten“ Teil I und II z.B. handelt es sich um fiese, schwarzhumorige Geschichten, wie sie „theoretisch“ in der besten Nachbarschaft passieren können. Das letzte fertiggestellte Manuskript trägt den Arbeitstitel „Sterben an meiner Seite – aus dem Leben einer Hospizhelferin“. Es wird im März 2019 im Kösel Verlag erscheinen. Darin berichte ich aus den 21 Jahren, die ich ehrenamtlich als Hospizhelferin tätig bin. Im Buch „Bulli-Camping für Anfänger oder „Nein, hier gibt’s kein Klo“ kann man meine Abenteuer als Neu-Camper nachempfinden. Das wird eher lustig mit einem augenzwinkernden Ratgeberteil.

Ein Leitsatz von Ihnen heißt: „Wenn ich beschreiben will, wie heiß eine Herdplatte ist, dann muss ich zumindest wissen, wo der Herd steht.“ Können Sie uns das näher erklären?
Ich recherchiere sehr genau, wenn ich über Dinge schreibe. Sie können davon ausgehen, dass ich – wenn ich z.B. über einen Angler und seine Gefühle schreibe – zumindest selber schon mal eine Rute in der Hand hatte. Ich mag es überhaupt nicht, wenn ich beim Lesen eines Buches merke, dass der Autor überhaupt keine Ahnung von dem hat, was er schreibt. Das heißt aber nicht, dass ich – bloß, weil in meinen Büchern auch mal der ein oder andere Mensch unfein um die Ecke gebracht wird – selbiges auch persönlich praktiziere. Gespräche mit Menschen vom Fach, Studien, Erfahrungen, auch mal mit der Polizei, Ärzten reden und jeden Tag dazu lernen. Das meine ich damit. Wikipedia reicht hier definitiv nicht aus.

Wir bedanken uns für das freundliche Gespräch und wünschen eine schöne Osterzeit!

© Foto: Filipe-Ribeiro.com

You must be logged in to post a comment Login