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Lecker Martinsgans – Über St. Martin, die Martinsgans und Laternenumzüge

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Warum essen wir zu St. Martin überhaupt eine Martinsgans. Wer war St. Martin und was hat es mit Den Laternen­umzügen auf sich? Der heilige Martin von Tours wurde um 316 nach Christus in Pannonien (im heutigen Ungarn) geboren. Wie auf der Website des Bistum Augsburgs zu lesen ist, war Martin Soldat und diente bereits mit 15 Jahren der römischen Armee.

Eines Tages traf er im Winter auf einer Straße einen armen Bettelmann, der nur unzureichend bekleidet war. Der flehte um eine Gabe. Die Legende besagt, dass St. Martin seinen Mantel mit dem Schwert teilte und dem Bettler die Hälfte gab. In der folgenden Nacht erschien Martin im Traum Jesus Christus und gab sich als Bettler zu erkennen. Daraufhin ließ er sich taufen und wurde Schüler des berühmten Kirchenlehrers Hilarius. Später wurde Martin zum Bischof von Tours geweiht. Ein asketischer Lebensstil zeichnete ihn aus und nach seinem Tod wurde er vom Papst heiliggesprochen. Am 11. November 397 wurde er unter großer Beteiligung der Bevölkerung beigesetzt – seitdem ist dieses Datum sein Gedenktag.

Eine andere Tradition sind das Basteln der Laternen und die Umzüge. „Die Laternenumzüge gehen einerseits auf die Lichterprozessionen zurück, die am Vorabend von hohen Festen stattfanden, zum anderen lösen sie die Martinsfeuer ab, die vielleicht Überbleibsel vorchristlicher, germanischer Erntedankfeste sind“, erklärt der theologische Referent Dr. Peter Paul Bornhausen vom Bistum Augsburg. Das Licht hat in der christlichen Symbolik eine besondere Bedeutung. Die Dunkelheit steht symbolisch für den Teufel und das Böse, wohingegen das Licht ein Symbol für Christus ist. So lässt sich auch erklären, warum die Kinder mit vielen hellen und bunten Laternen durch die Dunkelheit spazieren. Vorweg reitet ein Mann, verkleidet als römischer Soldat, auf einem Pferd. Oft teilt der Soldat am Ende des Umzugs seinen Mantel mit einem Bettler, angelehnt an die gute Tat des Heiligen Martins.

Warum wir am Martinstag kleine Hefegebäcke und eben die Martinsgans essen, erklärt folgende Legende. Als der äußerst bescheidene und zurückhaltende Martin von seiner Bischofswahl erfuhr, soll er sich in einem Gänsestall versteckt haben, um der Wahl zu entgehen. Doch die Gänse sollen ihn durch das laute Geschnatter verraten haben und so fanden ihn die Bürger doch noch. „Seitdem müssen es die Gänse büßen“, erzählt Bornhausen.

Dieser Tradition haben wir es zu verdanken, dass heute in vielen Restaurants ab 11. November knusprige Gänse mit Klößen und Rotkohl angeboten werden. Wenn Sie sie selbst zubereiten, können Sie schon vor Weihnachten gemeinsam mit der Familie und Freunden ein Festessen genießen. Oder Sie lassen sich einmal in den Gasthäusern der Region verwöhnen.

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