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Einfach köstlich!

Foto MIERA

Winzer- und Manufakturenfest bei Miera

Schon wenn man das Restaurant Miera in der Hüxstraße betritt strömen verführerische Düfte in die Nase. Jetzt wurde bereits zum zweiten Mal mit großem Erfolg das Winzer- und Manufakturenfest bei Miera veranstaltet. Im gesamten Restaurant und dem idyllischen grünen Hof war es möglich, alle möglichen Köstlichkeiten an unterschiedlichen Ständen zu probieren und feine Weine zu testen. Gourmets und Liebhaber von einzigartigen Delikatessen nutzten die Gelegenheit, um die Kooperationspartner von Manfred Miera kennenzulernen.

Und auch das Magazin Lübecker Bucht war vor Ort und kostete das eine oder andere Angebot.
Da gab’s zartes Fleisch aus der Rinderkeule mit Apfel-Fenchel-Salat, hausgemachtem Roggenbrot und leckerem Rioja-Wein. Der Vianco Reserva schmeckte nach roten Früchten, hatte eine frische Säure und einen sanften Abgang. Das Weingut der Dinastía Vivanco befindet sich mitten im spanischen Rioja Alta. Dort wird der aromatische Wein hergestellt, der das spanische Temperament besonders gut verkörpert. Unterschiedlich lang werden die Weine in Eichenfässern gelagert. Deutsche Weine kamen aus Rheinhessen vom Weingut Karl May, bei dem sich die Lagen von Bechtheim über Westhofen bis nach Osthofen erstrecken. Die ältesten Rieslingreben stehen dort auf Kalkstein. Die Weine bilden eine milde Aromatik mit würzig-mineralischem Nachhall aus. Spätburgunder und Cabernet Sauvignon wachsen auf kalkreichen, leichten Lössböden, die sich schnell erwärmen und komplexe Rotweine hervorbringen. An einem weiteren Stand mit Weinen aus Sizilien erfuhren wir etwas über die Familiengeschichte der Familie Di Giovanna aus Sizilien. Aurelio Di Giovanna lernte seine Frau Barbara in Paris kennen. „Es war Liebe auf den ersten Blick“, erklärte der Sohn Gunther, der zusammen mit seinem Bruder Klaus und den Eltern die Azienda Agricola Biologica Di Giovanna leitet. Seit Generationen schon werden die Weinfelder von der Familie bebaut; angelegt wurden die ersten Weingärten schon 1860. Wir probierten den Vurria Nero D‘ Avola, der ein intensives Rot hatte und nach Kirschen und Waldbeeren schmeckte. Leichte Röstaromen und Schokoladennoten schmeckten wir ebenfalls heraus. Wir unterhielten uns über die seidige Struktur und waren überrascht über den großartigen Abgang. Auch biologische Weine bot das Weingut Fattoira Serra Martino aus dem Herzen der italienischen Region Marken an. Die Rotweine sind aus dem Barriqueausbau, recht alkoholreich und eignen sich wunderbar zu gutem, kräftigen Essen.
Über mehrere Tische präsentierte Mercato Fische und Meeresfrüchte. Wir versuchten uns in der Bestimmung, mussten aber leider manches Mal passen und kannten lange nicht alle der Speisefische. Bei denen aus der Ostsee wie Dorsch, Hering, Makrele und Steinbutt hatten wir keine Probleme. Auf Eis fanden wir außerdem Goldforelle, Wildlachs und Saiblinge. Auch Hummer und Taschenkrebse wurden zu leckeren Gerichten verarbeitet. Ein sehr großer Fisch, der Kingfish oder Hamachi, fiel besonders ins Auge. Vor unseren Augen filierte Olaf Möller, der Geschäftsführer von Mercato ihn und richtete kleine Häppchen auf einem Teller an. Ein paar Tropfen Limette und schon konnte gekostet werden. Sein helles muskelreiches Fleisch war zart und schmeckte ausgezeichnet. Übrigens eignet sich der Fisch hervorragend als Sushifisch.
Fürs Fleisch im Restaurant Miera ist auch Bauer Schramm aus Schwienkuhlen zuständig, der in seiner Theke beim Manufakturenfest auch Neues im Angebot hatte wie die Mettwurst mit Fenchel und eine neue Pfeffersalami. Familie Schramm gehört dem Verein Feinheimisch an und hält seit Anfang der 1990er Jahre das Angler Sattelschwein, eine alte Schweinerasse, die vom Aussterben bedroht ist. Daneben laufen glückliche Hühner auf dem Hof herum. Dass die Schweine in großen Boxen auf Stroh gehalten werden und langsam wachsen, schmeckt man den qualitativ hochwertigen Produkten an.
Käse schließt bekanntlich den Magen. Am Ausgang des Restaurants erwartete uns ein großer Tisch mit unterschiedlichen Käsesorten vom Milchschafgouda über den Schwarzkümmelkäse bis zum Deichkäse, allesamt biologisch von heimischen Höfen. Zum Schluss probierten wir Kalamata Oliven mit Walnüssen, Orange und Zitrone und Rosmarin und Knoblauch. Einfach vorzüglich. Auch das Native Olivenöl Extra von 5Nostimo aus Griechenland testeten wir. Es schmeckte fruchtig, nach frischem Gras und leicht pfeffrig. Insgesamt waren wir wie alle Gäste begeistert von dem qualitativ hochwertigen Angebot. Dann mussten wir uns aber noch einen Espresso gönnen und machten Halt in der Neuen Rösterei von Sergey und Julian in der Wahmstraße. Die klassische italienische Mischung aus Arabica- und Robusta-Bohnen war sehr lecker und schmeckte nach Schokolade und Nuss. Ein Besuch lohnt, denn es ist auch Craftbeer im Angebot.
Jetzt können wir Manfred Miera verstehen, wenn er sagte: „Es gibt so große Unterschiede in der Qualität von Produkten. Ein Parma- und ein Parmaschinken ist nicht das Gleiche“ und fügte noch hinzu: „Meinen Kunden möchte ich zeigen, mit welchen hervorragenden Winzern, Landwirten und Fischern wir zusammenarbeiten. Meist orientieren sie sich ökologisch ebenso wie die Manufakturen, mit denen wir kooperieren.“ Überzeugen Sie sich selbst einmal.

 

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