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Es muss nicht immer Fleisch sein!

© kab-vision - Fotolia.com

Auch beim Grillen auf Regionales setzen

Grillen wird immer beliebter. Laut einer GfK-Studie grillen 80 bis 90 Prozent der Bundesbürger gern und das nicht nur im Sommer. Bis weit in den Herbst hinein wird im Grünen gebrutzelt und Hartgesottene lassen sich Vergnügen selbst im Winter nicht nehmen.

Natürlich kommen meist Bratwürste in verschiedenen Varianten auf den Grill und Fleisch vom Rind, Schwein und Geflügel. Aber zunehmend wird auch mehr experimentiert und exotische Lebensmittel werden probiert. Katja Schneider, Ernährungsexpertin vom Verbraucherportal Ratgeberzentrale.de, rät allerdings, dabei nach Möglichkeit auf regionale und nachhaltige Zutaten aus heimischem Anbau zu setzen. Denn oft muss man gar nicht so weit in die Ferne blicken, um Lebensmittel mit „Superkräften“ – also wertvollen Inhaltsstoffen – zu erhalten. Das beste aktuelle Beispiel sei die Süßkartoffel. „Sie ist gerade sehr in Mode und landet deshalb häufig auch auf dem Grill. Tatsächlich aber ist sie kein heimisches Gemüse, stammt vorwiegend aus China und ist mit unseren Kartoffeln, die zu den Nachtschattengewächsen zählen, nur entfernt verwandt“, so Schneider. Generell könne man auch unter deutschen Gemüse- und Obstsorten wahre Superfoods finden. „Rote Trauben etwa haben je nach Sorte einen nahezu gleich hohen Gehalt an Anthocyan – einem natürlichen Antioxidans wie die aus Südamerika stammenden und als Wundermittel geltenden Acai-Beeren. Und rote Zwiebeln aus heimischem Anbau, die man für gemischtes Grillgemüse verwenden kann, sind milder als helle Zwiebeln und enthalten zudem mehr wertvolle Antioxidantien“, erklärt Katja Schneider. Auch mit Roter Bete und Wurzeln lassen sich leckere vegetarische Gerichte im Pfännchen auf dem Grill zaubern. Mit Kräutern, Olivenöl und Schafskäse passen sie wunderbar zu knusprigem Baguette. Das Gute liege oft so nah: Mit im Garten frisch gepflückten Beeren, Kräutern oder Gänseblümchen könne man den Salat zum Grillabend sehr gut aufpeppen. Auch andere Blüten von Kräutern wie der Kapuzinerkresse und Majoran eignen sich toll für Salate.
Auch bei den Saucen, Dips und der Kräuterbutter lohnt es sich auf Qualität zu achten oder sie selbst herzustellen. In eine leckere Kräuterbutter beispielsweise können Sie unterschiedliche Blätter und Blüten von beispielsweise Basilikum, Petersilie, Zitronenthymian und Rosmarin mischen. Lassen Sie die Butter hierfür bei Zimmertemperatur weich werden und geben Sie die klein geschnittenen, gewaschenen und getrockneten Kräuter hinzu. Bei Bedarf streuen Sie etwas grobkörniges Meersalz hinzu. Dann vermengen Sie alles mit einer Gabel und stellen die Butter kühl. Es lohnt sich auch eine größere Menge vorzubereiten und einen Teil einzufrieren. Dann haben Sie schnell etwas davon parat. Aber sollten Sie keine Zeit zum Selbstmachen haben, finden Sie heute in gut sortierten Supermärkten ein umfangeiches Sortiment an Saucen, Chutneys und anderen Beilagen, die ohne Zusatzstoffe auskommen und häufig auch in Bioqualität angeboten werden.

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