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Interview – Im Gespräch mit Alexander Klaws

© Foto: Marcel Schaar

Alexander Klaws wechselt sein Tarzan-Outfit gegen eine Wild-West-Kluft: Als Darsteller bei den diesjährigen Karl-May-Spielen in Bad Segeberg dürfen wir ihn in seiner Rolle als Old Surehand bewundern. Wir erfuhren von dem 33-jährigen, was sonst noch bei ihm los ist…

Hallo! Wie gefällt es Dir bei uns im Norden?

Ich habe mich schon vor langer Zeit in den Norden verliebt. So sehr dass ich im Norden bleibe – jetzt in Bad Segeberg und nach meiner Zeit als „Old Surehand“ ziehe ich mit meiner Familie  an den nördlichen Stadtrand von Hamburg.

Im Jahr 2003 wurdest Du Sieger der ersten Staffel von Deutschland sucht den Superstar. Wie sieht Deine heutige Haltung gegenüber
Casting-Shows aus?

Castingshows können nach wie vor eine sehr große Chance bieten. Nur stehen leider Gesang und Performance nicht mehr so im Vordergrund wie in den ersten Jahren. Es findet gerade wieder eine gewisse Überreizung statt, die Quoten gehen steil bergab und leider lassen auch die Talente zu wünschen übrig, sodass man nicht mehr gefesselt vorm TV sitzt und gebannt die Entwicklung verfolgt. Ich finde es ist höchste Zeit, dass sich die „Castingshow-Welt“ neu erfindet, denn so wie die Shows heute stattfinden, interessiert viele nur noch der „Trash-Faktor“ aber nicht worum es eigentlich geht – um Talent und gute
Unterhaltung.

Bei den diesjährigen „Karl-May-Spielen“ in Bad Segeberg, die vom
24. Juni bis 3. September laufen, verkörperst Du die Rolle des Old
Surehand, der sich in die „Weiße Feder“ verliebt. Eine Liebesgeschichte mit Happy End?
Jeder der Karl May kennt weiß, dass die Romantik natürlich nicht zu kurz kommt, aber auch weitaus mehr zu bieten hat. Die Show ist wirklich ein Spektakel, aber da müsst ihr schon selbst vorbeischauen und es Live genießen.

Wie hast Du Dich auf die Rolle vorbereitet?
Seit Anfang Dezember bis Ende April hatte ich zwei bis dreimal wöchentlich Reittraining. Seit dem Probenstart reiten wir täglich 1-2 Stunden und dazu kommt, dass ich in Oberhausen bis Ende April diesen Jahres für ein halbes Jahr als „Tarzan“ auf der Bühne stand. Körperlich gibt es keine bessere Vorbereitung, da „Tarzan“ Hochleistungssport ist

Viele Leute bringen Dich automatisch mit „Tarzan“ in Verbindung. Dabei hast Du auch noch bei anderen Musicals die Hauptrolle übernommen….?
Ja, das stimmt. Es ist gleichzeitig auch ein großes Kompliment und ein Zeichen dafür, dass ich mit dieser Rolle sehr erfolgreich war und ihr einen eigenen Stempel aufdrücken konnte, wenn dich so viele Leute mit einer Musicalrolle in Verbindung bringen, die ja nicht einmal im Fernsehen sondern „nur“ auf einer Live-Bühne stattgefunden hat. „Tarzan“ habe ich in Hamburg und in Oberhausen gespielt und somit von Nord bis Süd sehr viel Aufmerksamkeit erreicht. „Tarzan“ ist im Vergleich zu einer Show wie „Jesus Christ Superstar“ aber auch Familienkompatibler und es steht der Name „Disney“ dahinter, womit man natürlich eine breitere Zielgruppe erreicht. Allerdings waren „Jesus Christ Superstar“ als auch „Joseph“ oder „Der Schuh des Manitu“ alle Shows, die komplett bis nahezu ausverkauft waren, und ich kann mich deshalb nicht über mangelnde Aufmerksamkeit beschweren.

Was sind Deine weiteren beruflichen Pläne?
Interessante Rollen auf Bühnen spielen, gerne auch mal einen Film oder Kinofilm drehen und mich natürlich mit meiner Musik ein Stück weit neu  erfinden. Dieses Jahr warten ebenfalls noch interessante Projekte, über die ich allerdings noch nicht sprechen darf. Mein großer Traum ist es nach wie vor, in New York auf der Bühne zu stehen.

Hast Du auch vor, weiter Deine Gesangskarriere zu verfolgen?
Ja sicher! Wenn die Zeit vorhanden ist, bin ich im Studio um schon mal Ideen für mein nächstes Album zu sammeln um dann wieder mit meiner Band auf Tour zu gehen. Allerdings ist das zur Zeit etwas seltener geschehen, da ich in der Vergangenheit sehr viele Musicals gespielt habe und ich sprichwörtlich von Bühne zu Bühne getourt bin.

Du bist in einigen Bereichen ehrenamtlich engagiert. Worum geht es?
Ich möchte denjenigen etwas davon abgeben, wo es das Leben sehr gut mit mir gemeint hat. Das heißt Menschen, insbesondere Kindern helfen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Ich engagiere mich besonders für die Stiftung Deutsche Schlaganfall Hilfe für Kinder und stehe sehr eng mit der Einrichtung Friedehorst in Bremen-Lesum in Kontakt.

Wann steht Dein nächster Urlaub an und wo geht es hin?
Im Anschluss von Karl May habe ich noch am 11. September ein
Konzert in Stuttgart, danach fliege ich mit meiner Familie und der
meiner Schwester für 14 Tage in den Süden.

Sommerzeit ist Grillzeit. Was landet bei Dir eher auf dem Teller: Bratwurst oder Gemüsespieß?
Bratwurst mit Gemüsespieß! (lacht)

Wir bedanken uns für das nette Gespräch und wünschen einen tollen Sommer.

© Foto: Marcel Schaar

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