ANZEIGE

Ab in den Garten – Jetzt noch Gehölze schneiden

©BdB

Selbst unter Experten ist der beste Zeitpunkt für den Gehölzschnitt umstritten, aber grundsätzlich ist es das ganze Jahr möglich. Vorteilhaft im Winter ist, dass Sie die Pflanzen besser im Blick haben. Auf jeden Fall erreichen Sie durch den richtigen Schnitt bei Frühlings- und Sommerblühern, dass sie viele Blüten tragen und eine schöne Krone haben.

Sommerblühende Sträucher sollten möglichst im zeitigen Frühjahr auf Hochform gebracht werden. Bei milder Witterung können Sie damit schon Ende Januar beginnen. Je früher Sie schneiden, desto eher reagiert die Pflanze und bildet an den verbliebenen Trieben neue Knospen, woraus sich Blütentriebe für die neue Saison entwickeln. Freuen Sie sich dann über neue kräftige Äste und große und zahlreiche Blüten. Bei Sommerblühern wie beispielsweise der Blauraute können Sie alle Triebe aus dem Vorjahr rigoros zurückschneiden. Bei höheren Blütensträuchern wie dem Sommerflieder oder der Blauraute schneiden Sie mit einer scharfen Gartenschere soweit zurück, dass nur ein Stummel mit zwei Knospen stehenbleibt. Sollte der Strauch zu dicht werden, können Sie einzelne Triebe völlig entfernen. Das geht auch bei der Rispenhortensie, der Buschmalve und dem Garteneibisch.

Doch nicht jeder Art tut diese Verjüngungskur gut. Es gibt Sträucher, die nicht regelmäßig einen Schnitt brauchen. Erkennen können Sie diese Pflanzen daran, dass sie am ein- oder mehrjährigen Holz Blüten tragen. Auch immergrüne Arten kommen ohne den Schnitt aus, können aber dennoch hin und wieder geschnitten werden. Zu den Arten, die nicht regelmäßig geschnitten werden, gehören zum Beispiel Zierahorn, Felsenbirne, Hartriegel, Glockenhasel, Zaubernuss, Magnolie, Scheinbuche, Schneeball und Goldregen.

Es gibt unterschiedliche Schnitttechniken. Der Auslichtungsschnitt hält Frühjahrs- und Frühsommerblüher blühfreudig. Im zwei- bis dreijährigen Abstand entfernen Sie nach der Blüte die ältesten, stark verästelten Triebe. Schneiden Sie schon im Februar alle Triebe, die im Vorjahr Blüten getragen haben, bis auf kurze Stummel zurück. Ein Verjüngungsschnitt kann Sträucher wieder in Form bringen. Dabei wird die gesamte Krone bis auf 30 bis 50 cm über dem Boden entfernt. Damit Ihre Sträucher lange und schön blühen, können Sie alle zwei bis drei Jahre die ältesten Triebe nach der Blüte am Boden entfernen. Sollte an einem alten Ast ein kräftiger Jungtrieb entstanden sein, können Sie ihn auch oberhalb des Jungtriebs schneiden. Er entwickelt sich dann mit der Zeit besonders gut. Lange, unverzweigte Triebe können Sie um ein bis zwei Drittel der Länge kürzen. Sie verzweigen sich dann wieder und die Krone wird dichter.

Das Schneiden gehört als Pflege- und Gestaltungsmaßnahme zu den Hauptarbeiten im eigenen Garten. Obstgehölze werden geschnitten, um den Fruchtertrag zu steigern, Ziergehölze und Rosen, um die Blüte zu fördern und Immergrüne, wie zum Beispiel der Buchsbaum, um sie in Form zu bringen. Übrigens, in Deutschland werden jährlich über 2,5 Millionen Gartenscheren verkauft. Das ist schon allerhand, bedenkt man, dass eine gute Schere viele Jahre hält.

You must be logged in to post a comment Login