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LESERREISE – Jordanien – Kultur-, Natur- und Welt- wunder zugleich

Text / Fotos: Christina-Maria Letzeisen

Die Vergessene Stadt Petra ist die größte Touristenattraktion Jordanies, neben dem Toten Meer. Die UNESCO nahm Petra bereits 1985 in die Liste des Weltkulturerbes auf und 2007 wurde die Stadt zu einem der Neuen Weltwunder erklärt. Zu recht, schließlich waren ihre Begründer, die Nabatäer, wahre Baumeister.

Die Hut-Imitationen in den Ablagen der Souvenirgeschäfte von Petra verraten es: Der abenteuerlustigste „Archäologe“ der Welt war schon hier: Indiana Jones. Auf der Suche nach dem heiligen Gral verschlug es ihn auf seinem „letzten Kreuzzug“ in die rosarote Felsenstadt im Süden Jordaniens.
Der Hollywood-Blockbuster rührte die (touristische) Werbetrommel für die erst 1812 vom Schweizer Forscher Johann Ludwig Burkhardt wiederentdeckte „Königin der Karawanenstädte“. Die Wahl von Petra zu einem der Neuen Sieben Weltwunder rückte die vergessene Stadt in den Mittelpunkt des Interesses. Auch der neue Film mit Nicole Kidman „Queen of the Desert“ wurde unter anderem in Jordanien und der Felsenstadt Petra gedreht. Hier zieht die Besucherkarawane durch den rund 1.200 Meter langen Siq, einer engen Felsspalte und dem einzigen Zugang in die einstige Hauptstadt der Nabatäer.
Die Kamele sind heutzutage jedoch nicht mit Seide aus Indien, Elfenbein aus Afrika oder Weihrauch aus Arabien beladen. Die Wüstenschiffe tragen, genau wie die bunt geschmückten Pferde und Esel, Touristen aus aller Welt vom Besucherzentrum am Eingang der Ausgrabungsstätte bis zum Tor zur Felsenstadt. Wer nicht zu Fuß gehen mag, der durchquert den Siq bis zum Schatzhaus in einer Pferdekutsche.  Der Rest durchquert das imposante Naturwunder, das an seiner schmalsten Stelle knapp zwei Meter misst und deren Felswände bis zu 80 Meter hoch in den azurblauen Himmel ragen, per pedes. Der Marsch kann – je nach Tageszeit und Tempo – so manchen ins Schwitzen bringen. Doch für jeden vergossenen Tropfen Schweiß steht mindestens eine steinerne Belohnung auf der gegenüberliegenden Waagschale. Die Imposanteste folgt gleich am Ende des Siq – das Schatzhaus.
Obwohl das schönste Felsengrab der Stadt – in Indiana Jones III diente es als Kulisse für den Tempel – einem von Fotos oder TV-Bildern auf Anhieb vertraut vorkommt, stehen die Touristen förmlich mit offenem Mund vor dem 43 Meter hohen und 30 Meter breiten zweistöckigen Monument. Die Beduinen, die bis zu ihrer Umsiedlung im Jahre 1985 in den Höhlen der Felsenstadt wohnten, vermuteten, dass das Wahrzeichen Petras einen geheimen Schatz verbirgt. Da bislang aber weder Gold noch andere Edelsteine gefunden wurden, kann das Monument an sich als eine für die Nachwelt erhalten gebliebene Kostbarkeit betrachtet werden. Und davon hat die Stadt, die je nach Tageslicht ihre Farbe von gelb über rosarot bis hin zu graublau wechselt, so einiges zu bieten.
Rund 500 in den Stein geschlagene Gräber haben Erdbeben und den Zahn der Zeit überdauert. Ebenfalls ein Schatz ist das im römischen Stil erbaute Amphitheater, in dem über 7.000 Zuschauer Platz fanden. Schräg gegenüber vom Schauspielhaus erhebt sich die Königswand mit einer Reihe von herrlichen Ruhestätten verschiedener Monarchen. Ein im wahrsten Sinne des Wortes Höhepunkt ist das Ad-Deir-Kloster. Das Monument in luftiger Höhe mit seiner imposanten Fassade (2.300 Quadratmeter groß) ist über etwa 800 in den Fels geschlagene Stufen zu erreichen. Doch wer scheut schon diese Mühe, wenn einem von hier aus ganz Petra zu Füßen liegt? (cl)

INFO:
Hoteltipp: Gegenüber des Besucherzentrums am Eingang der Felsenstadt liegt das 5* Mövenpick Resort Petra. Das Resort mit seinem orientalischen Flair bietet eine einmalige Mischung aus Naturstein, Mosaiken und luxeriösen Stoffen aus dem Nahen Osten. Auf der traumhaften Dachterrasse kann man den Blick über ganz Petra schweifen lassen und den Sonnenuntergang bei einem leckeren Cocktail genießen.
1 Übernachtung  inkl. Frühstück gibt es ab 54,- Euro pro Person im Doppelzimmer. Infos: www.moevenpick-hotels.com
Flüge nach Amman werden z.B. von Royal JorJordanian angeboten. Infos www.rj.com
Weitere Infos zu Petra und Jordanien gibt es beim Fremdenverkehrsamt Jordanien im Internet unter de.visitjordan.com

Text / Fotos: Christina-Maria Letzeisen

Text / Fotos: Christina-Maria Letzeisen

Text / Fotos: Christina-Maria Letzeisen

 

Text / Fotos: Christina-Maria Letzeisen

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